Schmerzmittel für Hunde

Schmerzmittel für Hunde sind andere als diejenigen für Menschen. So ist beispielsweise Ibuprofen für Hunde nicht geeignet, sondern im Gegenteil gefährlich. Hunde erleiden natürlich wie alle Tiere und Menschen auch Schmerzen durch Krankheiten oder Verletzungen. Je nach Beschwerdebild können diese durch geeignete Schmerzmittel für Hunde gut behoben werden. Die Eignung bestimmter Medikamente sollte mit dem Tierarzt besprochen werden.

Ein kleiner Beagle bekommt Schmerzmittel von einem Tierarzt

Überblick

  1. Anwendung von Schmerzmitteln bei Hunden
  2. Daran erkennst du Schmerzen beim Hund
  3. Was ist eine Schmerztherapie?
  4. Gängige Schmerzmittel
  5. Mögliche Nebenwirkungen
  6. Fazit

Schmerzmittel für Hunde im Überblick

  • Schmerzmittel für Hunde wirken entzündungshemmend und lindern Schmerzen.
  • Sie gehören zur Schmerztherapie für das Tier.
  • Einige Schmerzmittel für Hunde wirken fiebersenkend und unterstützen damit den Heilungsprozess zusätzlich.
  • Es gibt verschiedene Varianten dieser Schmerzmittel – rezeptfreie homöopathische und pflanzliche Präparate aus der Apotheke sowie verschreibungspflichtige Medikamente. Letztere müssen umsichtig angewendet werden. Eine Überdosierung führt schlimmstenfalls zur Niereninsuffizienz.
  • Schmerzmittel für Hunde können verschiedene Nebenwirkungen haben. Daher ist auch bei rezeptfreien Mitteln die Konsultation des Tierarztes hilfreich.
  • Schmerzmittel für Menschen eignen sich nicht für Hunde! So ist weder Aspirin noch Ibuprofen für Hunde geeignet. Schon kleinste Mengen von Schmerzmitteln aus der Humanmedizin könnten tödliche Folgen für einen Hund haben. Es gibt allerdings Wirkstoffe, die in der Human- und der Tiermedizin gleichermaßen eingesetzt werden. Nur werden sie als Schmerzmittel für Hunde gänzlich anders dosiert. Es bleibt also dabei: Die Schmerztablette für den Menschen ist für den Hund tabu.

Anwendung der Schmerzmittel für Hunde

Die Schmerzmittel für Hunde lindern den Leidensdruck und gehören zur Schmerztherapie. Es gibt sie in verschiedensten Varianten, sodass passende Präparate für alle Einsatzgebiete zu finden sind. Viele von ihnen auf pflanzlicher und homöopathischer Basis gelten als relativ unbedenklich. Alle Varianten werden prinzipiell ins Futter gemischt oder als Salbe äußerlich angewendet.

Es kann Nebenwirkungen geben, zu denen ein Tierarzt berät und die Packungsbeilage Auskunft gibt.

Vor allem chemische Schmerzmittel für Hunde sind mit Umsicht anzuwenden. Jede Überdosierung ist zu vermeiden. Generell müssen Hundebesitzer den Nutzen gegen die möglichen Nebenwirkungen und die Belastung des Organismus abwägen.

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Wie sind Schmerzen beim Hund zu erkennen?

Ein Hund zeigt anders als ein Mensch seine Schmerzen möglichst wenig. Das liegt an seiner Vergangenheit als Mitglied eines räuberischen Rudels: Hier werden kranke Tiere als schwach wahrgenommen. Man lässt sie zurück, sie könnten untergehen.

Also verbergen sie ihre Schmerzen. Menschen müssen daher ihren Hund beobachten, um mögliche Schmerzen festzustellen.

Ein Symptom könnte sein, dass sich der Vierbeiner auffallend ruhig verhält, weniger frisst, anders atmet und eine steife Körperhaltung zeigt. Diese kann durch das Einnehmen einer Schonhaltung verursacht worden sein. Auch bei Berührungen kann der Hund durch Zurückzucken seine Schmerzen anzeigen. Typische Symptome für Hundeschmerzen sind:

  • erhöhte Atemfrequenz
  • verändertes Fressverhalten
  • ängstliches, apathisches oder aggressives Verhalten.
  • veränderte oder eingeschränkte Körperbewegungen
  • untypische Körperhaltung

Bei unklaren Symptomen ist immer der Tierarzt zu konsultieren, der eine Diagnose vornimmt und einen Behandlungsplan erstellt. Hierfür müssen die Ursachen für die Schmerzen ermittelt werden.

Wie sieht eine Schmerztherapie für den Hund aus?

Bevor Schmerzmittel für Hunde angewendet werden, muss der Tierarzt einen Therapieplan erstellen. Dem geht eine eingehende Untersuchung des Vierbeiners voraus, um die Ursachen des Schmerzes zu ermitteln. Es sind akute Schmerzen – zum Beispiel durch Verletzungen – und chronische Schmerzen zu unterscheiden. Auch die Schmerzintensität ist recht bedeutsam.

Wenn der Tierarzt ein Schmerzmittel für Hunde verschreibt, ist durch den Tierhalter die genaue Dosierungsanweisung zu beachten.

Auch mögliche Nebenwirkungen muss der Hundebesitzer kennen. Der Therapieplan zielt auch darauf ab, die Ursache für den Schmerz zu bekämpfen. Wenn der Hund beispielsweise unter Arthrose leidet, kann eine Physiotherapie hilfreich sein. Bei dieser Erkrankung nimmt das Tier sehr oft eine Schonhaltung ein, die aber zu Fehlbelastungen führt. Dadurch wird der Gelenkapparat zusätzlich belastet. Dagegen hilft die Physiotherapie.

Ein kranker Hund bekommt eine Schmerzmitteltablette

Gängige Schmerzmittel für Hunde

Die nachfolgend beschriebenen Schmerzmittel für Hunde gehören zu den gängigen Präparaten:

  • Traumeel: Das homöopathische Mittel basiert auf Eisenhut, Kamille und Sonnenhut. Es wirkt auch entzündungshemmend und eignet sich zur Therapie bei Verletzungsschmerzen und auch bei Schmerzen durch Arthrose.
  • Arnica: Das pflanzliche, homöopathische Mittel wirkt ebenfalls bei Arthrose.
  • Kokosöl: Das Öl wird äußerlich angewendet und wirkt antibakteriell.
  • Carprofen oder Meloxicam: Die beiden nicht steroidalen Schmerzmittel für Hunde sind verschreibungspflichtig und wirken entzündungshemmend.
  • Opioide: Nach starken Verletzungsschmerzen etwa infolge einer Operation können starke Opiode helfen. Sie eignen sich nur für große Hunde. Tramadol, Buprenorphin und Fentanyl zählen zu den Opioiden. Tramadol wirkt sehr stark und muss absolut präzise dosiert werden. Es drohen sonst Nierenschäden bis hin zur Niereninsuffizienz.
  • Novalgin für den Hund: Das Mittel basiert auf Novaminsulfon, das auch in der Humanmedizin zum Einsatz kommt. Es ist auch als Metamizol für den Hund bekannt und hilft bei Koliken und Harnwegserkrankungen. Das verschreibungspflichtige Medikament wird wegen seiner starken Wirkung oft vom Tierarzt persönlich verabreicht.
  • Buscopan: Auch dieses Mittel mit dem Wirkstoff Butylscopolaminiumbromid kommt in der Humanmedizin zum Einsatz und ist in anderer Dosierung ein Schmerzmittel für Hunde. Es lindert Bauchschmerzen, die durch Magenkrämpfe entstehen.
  • Rimadyl für den Hund: Dieses Schmerzmittel für Hunde wirkt wiederum entzündungshemmend und kann als Kautablette in verschiedenen Dosierungen zwischen 20 und 100 Milligramm gegeben werden. Der Wirkstoff ist der nicht steroidale Entzündungshemmer (NSAID) Carprofen.

Mögliche Nebenwirkungen der Schmerzmittel für Hunde

Wie erwähnt können Schmerzmittel für Hunde Nebenwirkungen haben. Dazu zählen:

Diese Nebenwirkungen sind vor allem bei älteren Tieren und bei Hunden mit einer Vorerkrankung zu erwarten. Daher sollten Schmerzmittel dem Vierbeiner nur behutsam verabreicht werden. Alternative Mittel und auch Heilmethoden können beim Hund ebenso wirksam sein.

Fazit

Schmerzmittel für Hunde sind manchmal unumgänglich, sollten aber mit Augenmaß und nach Konsultation des Tierarztes gegeben werden. Dieser wird mögliche Alternativmethoden der Schmerztherapie prüfen, zu denen beispielsweise auch eine Akupunktur gehören kann.


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