Blasenentzündung beim Hund

Eine Blasenentzündung beim Hund ist eine von Bakterien ausgelöste Infektion der Blase, die bei Hunden zu Schmerzen beim Wasserlassen und unbehandelt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann.

Damit Ihr Liebling so schnell wie möglich wieder gesund wird und von Folgeschäden verschont bleibt, ist es wichtig das Sie wissen wie Sie mit einer Blasenentzündung bei Hunden umgehen müssen.

Ein Hund mit einer Blasenentzündung wird von einem Tierarzt untersucht

Überblick

  1. So bekommen Hunde eine Blasenentzündung
  2. Wie du eine Harnwegsinfektion erkennst
  3. Die Behandlung einer Blasenentzündung bei Hunden
  4. Nützliche Hausmittel

Kann ein Hund eine Blasenentzündung haben?

Grundsätzlich kann jeder Hund eine Blasenentzündung bekommen. In der Praxis sind Hündinnen jedoch wesentlich häufiger betroffen als Rüden.

Der Grund, warum Hündinnen öfter eine Blasenentzündung bekommen als Rüden ist, weil der Anus des Rüden weiter von der Harnröhre entfernt ist, als bei einer Hündin. Dadurch müssen die Bakterien einen weiteren Weg auf sich nehmen, um in die Blase des Rüden zu gelangen, was das Infektionsrisiko reduziert.

Sind Harnwegsinfekte beim Hund ansteckend?

Ja, Harnwegsinfekte sind bei Hunden sehr ansteckend und das hat gleich mehrere zusammenhängende Gründe.

Die meisten Blasenentzündungen werden durch Bakterien oder Viren ausgelöst. Wandern die Bakterien oder Viren von einem infizierten Wirt zum nächsten können sie diesen ebenfalls anstecken.

Hunde entdecken die Welt und kommunizieren anders als wir Menschen. Soziale Interaktionen zwischen Hunden finden besonders auf Geruchsebene statt. Durch das Beschnüffeln von dem Anus oder der Urinpfütze eines infizierten Hundes hat der Erreger leichtes Spiel auch Ihren Hund zu befallen.

Leidet Ihr Hund unter einer Blasenentzündung, ist es also sehr wichtig, dass Sie verantwortungsvoll handeln und seinen Kontakt zu anderen Hunden beschränken bis er wieder gesund ist.

Wie kommt es zu einer Blasenentzündung?

Die meisten Harnwegsinfekte bekommen Hunde, wenn Bakterien der Magen-Darm-Flora die Harnwege besiedeln und eine Infektion auslösen.

Finden die im Hundekot enthaltenen Bakterien den Weg in die Harnröhre eines Hundes, stehen die Chancen gut, dass es zu einer Blasenentzündung kommt. Durchfall stellt hier ein besonderes Risiko für unsere Hunde da. Der Hund kann sich aber auch unwillentlich selbst infizieren, in dem er sich die Bakterien beim Lecken selbst aufträgt.

So dient eine gewisse Grundhygiene nicht nur Ihrer Nase, sondern ist wichtig, damit Ihr Hund gesund bleibt.

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Symptome einer Blasenentzündung beim Hund

Wir haben geklärt, was eine Blasenentzündung beim Hund ist, wodurch sie ausgelöst wird und warum weibliche Hunde besonders oft betroffen sind. Doch wie genau können Sie erkennen, ob ein Hund eine Blasenentzündung hat?

Es gibt eine ganze Liste von Symptomen, die auftreten, wenn ein Hund unter einem Harnwegsinfekt leidet:

Häufiger erfolgloser Harndrang

Durch die Infektion verspürt Ihr Hund ein unangenehmes Brennen in der Harnröhre. Er wird immer wieder den Drang verspüren, sich Erleichterung zu verschaffen, auch wenn die Blase leer ist.

Stark riechender Urin

Wo sich viele Bakterien tummeln, entsteht ein starker unangenehmer Geruch. Riecht der Urin Ihres Hundes deutlich unangenehmer, als sonst ist das ein Anzeichen für eine Harnwegsinfektion.

Schmerzen beim Wasserlassen

Beginnt Ihr Hund beim Wasserlassen plötzlich zu zittern oder zu wimmern hat er womöglich Schmerzen, was auf einen Harnwegsinfekt hindeuten kann.

Unkontrolliertes Wasserlassen

Ist Ihr Liebling eigentlich stubenrein, aber er scheint plötzlich keine Kontrolle über seine Blase zu haben? Unkontrolliertes Wasserlassen bei Hunden gehört zu den Symptomen einer Blasenentzündung.

Fieber

Infektionen ziehen oft als Begleitsymptom Fieber mit sich. Fieber ist für Hunde sehr gefährlich und daher sollten Sie sofort zum Tierarzt, wenn die Körpertemperatur Ihres Hundes 40 Grad Celsius übersteigt.

Lethargie

Infektionen verlangen dem Körper ganzschön viel ab. Das gilt für Menschen als auch für Hunde. Leidet Ihr Hund an einem Harnwegsinfekt, kann er antriebslos oder gar teilnahmslos wirken.

Übermäßiges Lecken des Genitalbereichs

Putzt sich Ihr Hund öfter, als sonst im Genitalbereich kann das auch das verspürte Brennen der Blasenwände zurückzuführen sein.

Übermäßiger Durst

Um den Wasserverlust durch das erhöhte Wasserlassen auszugleichen wird Ihr Hund auffällig viel trinken.

Appetitlosigkeit

Normalerweise bekommen unsere gierigen Lieblinge den Mund nicht zu voll, aber wenn ihr Hund nicht frisst, ist das für viele Hundebesitzer ein ernst zu nehmendes Alarmsignal. Appetitlosigkeit bei Hunden ist oft ein erster Indikator, dass etwas gesundheitlich nicht in Ordnung ist.

Erbrechen

Erbrechen ist, wie Fieber ein Begleitsymptom vieler Infektionskrankheiten zu denen auch die Harnwegsinfektionen zählen.

Mittels der obigen Symptome sollten Sie das Verhalten Ihres Hundes auf mögliche Anzeichen einer Blasenentzündung einschätzen und diese frühzeitig erkennen können.

Wie behandelt man eine Blasenentzündung bei Hunden?

Sie konnten eine Blasenentzündung bei Ihrem Hund erkennen und fragen sich, daher wie man diese behandelt? Üblicherweise werden Infektionen mit Antibiotika behandelt, nachdem der Infektionsherd erfolgreich bestimmt werden konnte. Dazu zählt auch ein Harnwegsinfekt. Das Antibiotikum bekämpft die Bakterien, die für den Infekt verantwortlich sind.

Der Tierarzt kann Ihrem Hund ebenfalls entzündungshemmende Medikamente verschreiben, um ihm mit den Begleitsymptomen des Harnweginfekts zu helfen.

Auch besteht die Möglichkeit, das Immunsystem Ihres Hundes mit Hausmitteln zu stärken, damit es den Erregern den Kampf ansagen kann.

Informieren Sie Ihren Tierarzt bevor Sie Ihren Hund mit Hausmitteln behandeln, um mögliche Komplikationen ausschließen zu können!

Hausmittel gegen eine Blasenentzündung bei Hunden

Cranberrys

Ihnen wird nachgesagt, dass sie den pH-Wert des Urins senken und dadurch die Ausbreitung der Bakterien innerhalb der Blase verhindern kann.

Allerdings sollten Sie auf süßen Cranberrysaft verzichten. Dieser ist voller Zucker und daher nichts für Ihren Hund.

Apfelessig

Auch Apfelessig wird eine pH-Wert senkende Eigenschaft nachgesagt. Geben Sie einfach einen Teelöffel Apfelessig in das Wasser oder das Futter Ihres Hundes.

Vitamin C

Vitamin C ist das Immunvitamin schlecht hin. Es kann sinnvoll sein Ihren Hund während der Krankheit mit einem Vitamin C-Präparat zu füttern. Geben Sie ihm bitte auf keinen Fall ein menschliches Produkt. Es gibt Präparate, die speziell für Hunde entwickelt wurden und richtig für unsere Lieblinge dosiert sind.

Ausgiebig viel Wasser

Durch das Trinken von viel Wasser verdünnt Ihr Hund seinen Urin und wird häufiger erfolgreich Wasserlassen. Dies kann als Reinigung der Blase angesehen werden, da das gesamte Wasser die schlechten Bakterien mit sich führt, wenn es aus dem Körper ausgestoßen wird.


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