Hund hat Blut im Stuhl: Ursachen, Symptome und Tipps

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

In diesem Blogartikel gehen wir auf das besorgniserregende Thema "Blut im Stuhl bei Hunden" ein. Du erfährst, wie es dazu kommen kann, welche Ursachen dahinterstecken und welche Symptome oft damit einhergehen. Zudem geben wir dir hilfreiche Tipps, wie du deinen betroffenen Hund unterstützen kannst und beantworten die sieben häufigsten Fragen zu diesem Thema. Bleib dran, um wertvolles Wissen für das Wohl deines vierbeinigen Freundes zu sammeln!

   

Inhaltsverzeichnis   

   

Wie kann es passieren, dass ein Hund Blut im Stuhl hat?   

Blut im Stuhl deines Hundes kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. In den meisten Fällen ist es ein Anzeichen dafür, dass im Verdauungssystem des Tieres etwas nicht stimmt. Das Blut kann entweder frisch (rot) oder verdaut (schwarz) sein, wobei die Farbe Aufschluss über die Herkunft des Blutes gibt. Frisches Blut weist meist auf Probleme im Enddarm oder After hin, während verdauter Blut eher auf Erkrankungen im Magen oder Dünndarm schließen lässt.

 

Ursachen für Blut im Stuhl beim Hund

  • Verletzungen im Analbereich oder im Enddarm: Durch harten Stuhl, Fremdkörper oder ruckartiges Ziehen an der Leine kann es zu kleinen Rissen oder Verletzungen im Analbereich oder im Enddarm kommen, die zu Blut im Stuhl führen.
  • Fremdkörper, die den Verdauungstrakt beschädigen: Wenn Hunde Gegenstände verschlucken, die nicht für den Verzehr geeignet sind, können diese den Verdauungstrakt verletzen und zu Blutungen führen.
  • Parasitenbefall, wie Würmer oder Giardien: Parasiten können den Darm schädigen und Entzündungen verursachen, die zu Blut im Stuhl führen. Eine regelmäßige Entwurmung ist daher wichtig, um deinen Hund vor Parasitenbefall zu schützen.
  • Infektionen durch Bakterien oder Viren (z.B. Parvovirose): Infektionen wie die Parvovirose können schwere Darmentzündungen verursachen und zu Blutungen im Verdauungstrakt führen. Eine rechtzeitige Impfung und Hygienemaßnahmen können das Risiko solcher Infektionen minimieren.
  • Entzündliche Darmerkrankungen (IBD): IBD ist eine Gruppe von Erkrankungen, die durch eine chronische Entzündung des Darms gekennzeichnet sind. Sie können zu Blutungen im Verdauungstrakt führen und bedürfen einer langfristigen medizinischen Behandlung und Diätanpassungen.
  • Stressbedingte Darmentzündungen (Stresskolitis): Bei Stress kann es bei Hunden zu einer Entzündung des Darms kommen, die mit Blutungen einhergeht. Stressreduktion und -management sind in solchen Fällen essenziell.
  • Tumore im Verdauungstrakt: Tumore im Verdauungssystem können sowohl gutartig als auch bösartig sein und zu Blutungen führen. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität deines Hundes zu erhalten.
  • Blutgerinnungsstörungen: Störungen der Blutgerinnung können angeboren oder erworben sein und dazu führen, dass der Hund leichter blutet, auch im Verdauungstrakt. Solche Störungen erfordern eine sorgfältige Diagnostik und gezielte Therapie.
  • Gastrointestinale Geschwüre: Geschwüre im Magen oder Darm können durch Infektionen, Medikamente oder Stress ausgelöst werden und zu Blutungen führen. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. 
  • Analdrüsenentzündung: Entzündete Analdrüsen können zu Schmerzen, Schwellungen und Blutungen im Analbereich führen. Eine rechtzeitige Behandlung durch den Tierarzt ist notwendig, um Komplikationen wie Abszesse oder Fisteln zu vermeiden.   
  • Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Manche Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte Nahrungsbestandteile, was zu Entzündungen und Blutungen im Verdauungstrakt führen kann. Eine Ausschlussdiät kann helfen, die auslösenden Nahrungsmittel zu identifizieren und die Ernährung entsprechend anzupassen.   
  • Reaktion auf bestimmte Medikamente: Einige Medikamente, insbesondere nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs), können bei empfindlichen Hunden Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Blutungen verursachen. Sprich mit deinem Tierarzt über mögliche Alternativen oder begleitende Schutzmaßnahmen, wenn dein Hund auf solche Medikamente angewiesen ist.
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Symptome, die oft zusammen mit Blut im Stuhl bei Hunden auftreten

Neben dem auffälligen Blut im Stuhl können bei betroffenen Hunden auch weitere Symptome auftreten, die auf eine Erkrankung oder Störung im Verdauungssystem hindeuten. Dazu gehören:

Wenn du bei deinem Hund Blut im Stuhl und eines oder mehrere dieser Symptome bemerkst, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die genaue Ursache abklären zu lassen.

Tipps, wie man einen betroffenen Hund unterstützen kann

Wenn dein Hund Blut im Stuhl hat, gibt es einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um ihn zu unterstützen und seine Beschwerden zu lindern:

       
  1. Tierarzt aufsuchen: Konsultiere bei Verdacht auf eine Erkrankung immer einen Tierarzt, um die genaue Ursache feststellen und eine geeignete Therapie einleiten zu können.
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  3. Schonkost anbieten: Gib deinem Hund für einige Tage leicht verdauliche Nahrung, wie gekochtes Hühnchen und Reis, um seinen Verdauungstrakt zu entlasten.
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  5. Ausreichend Wasser bereitstellen: Stelle sicher, dass dein Hund jederzeit Zugang zu frischem Wasser hat, um den Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen auszugleichen.
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  7. Ruhe und Erholung ermöglichen: Sorge dafür, dass dein Hund genügend Ruhe bekommt, um sich von seiner Erkrankung erholen zu können. Vermeide stressige Situationen und reduziere körperliche Aktivitäten.
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  9. Medikamente verabreichen: Gib die vom Tierarzt verschriebenen Medikamente nach Anweisung, um die Genesung deines Hundes zu unterstützen.
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  11. Beobachte deinen Hund: Achte auf Veränderungen im Verhalten oder den Symptomen deines Hundes und informiere den Tierarzt darüber, falls sich der Zustand verschlechtert oder keine Besserung eintritt.
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  13. Präventive Maßnahmen ergreifen: Sorge für regelmäßige Entwurmungen und Impfungen, um deinen Hund vor Parasiten und Infektionen zu schützen. Achte zudem auf eine ausgewogene Ernährung und vermeide abrupte Futterumstellungen.

7 häufigsten Fragen zum Thema Blut im Stuhl bei Hunden

   
1. Ist Blut im Stuhl bei Hunden immer ein Grund zur Sorge?
   
Blut im Stuhl sollte immer ernst genommen werden, da es auf eine Erkrankung oder Verletzung im Verdauungssystem hindeuten kann. Konsultiere in jedem Fall einen Tierarzt, um die Ursache abklären zu lassen.
   
2. Wie erkenne ich, ob das Blut im Stuhl meines Hundes frisch oder verdaut ist?
   
Frisches Blut ist hellrot und kann meist auf Probleme im Enddarm oder After hindeuten. Verdautes Blut ist schwarz und kann auf Erkrankungen im Magen oder Dünndarm schließen lassen.
   
3. Was kann ich tun, wenn mein Hund Blut im Stuhl hat?
   
Suche umgehend einen Tierarzt auf, um die Ursache abklären zu lassen. Befolge zudem die in diesem Artikel beschriebenen Tipps, um deinen Hund zu unterstützen und seine Beschwerden zu lindern.
   
4. Wie kann ich meinem Hund helfen, wenn er aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit Blut im Stuhl hat?
   
Führe eine Ausschlussdiät durch, um die auslösenden Nahrungsmittel zu identifizieren, und stelle anschließend auf ein geeignetes, hypoallergenes Futter um. Hole dir hierbei am besten die Unterstützung eines Tierarztes oder Ernährungsberaters.
   
5. Wie lange dauert es, bis sich der Zustand meines Hundes bessert?
   
Die Dauer der Genesung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei leichten Erkrankungen kann es bereits nach wenigen Tagen zu einer Besserung kommen, während chronische oder schwerwiegende Erkrankungen eine längere Behandlungsdauer erfordern.
   
6. Kann ich meinem Hund Schmerzmittel geben, wenn er Blut im Stuhl hat?
   
Gib deinem Hund keine Schmerzmittel ohne Rücksprache mit einem Tierarzt, da einige Medikamente den Zustand verschlechtern oder zu Nebenwirkungen führen können.
   
7. Wie kann ich Blut im Stuhl bei meinem Hund vorbeugen?
   
Sorge für regelmäßige Entwurmungen, Impfungen, eine ausgewogene Ernährung und vermeide abrupte Futterumstellungen, um das Risiko für Blut im Stuhl zu verringern.

Fazit

Blut im Stuhl bei Hunden kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, von harmlosen Verletzungen im Analbereich bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen des Verdauungssystems. Es ist wichtig, dass du bei Auftreten dieses Symptoms einen Tierarzt aufsuchst, um die genaue Ursache abzuklären und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung einzuleiten. Achte auf weitere Symptome, die auf eine Erkrankung oder Störung im Verdauungssystem hindeuten, und unterstütze deinen Hund bestmöglich durch schonende Ernährung, ausreichend Ruhe und die richtige Medikamentengabe. Vorbeugende Maßnahmen, wie regelmäßige Entwurmungen, Impfungen und eine ausgewogene Ernährung, tragen dazu bei, das Risiko für Blut im Stuhl bei deinem Hund zu reduzieren.