Parvovirose beim Hund: Alles, was du wissen musst

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

Dein Hund ist dein treuer Begleiter und bester Freund – deshalb ist es wichtig, alles über mögliche Gesundheitsprobleme zu wissen, die ihn betreffen könnten. Eines dieser Probleme ist die Parvovirose, eine hochansteckende und potenziell tödliche Viruserkrankung. In diesem Ratgeberartikel erfährst du alles Wissenswerte über diese Erkrankung, wie du sie erkennst, wie sie behandelt wird und wie du deinen Hund davor schützen kannst. Damit du bestmöglich auf diese Situation vorbereitet bist, beantworten wir die sieben häufigsten Fragen zum Thema Parvovirose beim Hund.

Inhaltsverzeichnis 

  1. 7 häufigste Fragen zur Parvovirose beim Hund
  2. Ursachen einer Parvovirose beim Hund
  3. Symptome und Erkennen der Parvovirose
  4. Behandlung der Parvovirose beim Hund
  5. Fazit

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7 häufigste Fragen zur Parvovirose beim Hund

  1. Was ist Parvovirose beim Hund?
    Die Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch das Canine Parvovirus (CPV) verursacht wird. Sie betrifft vorwiegend junge Hunde und kann zu schweren Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und Austrocknung führen. Wenn sie unbehandelt bleibt, kann sie tödlich enden.
  2. Wie wird Parvovirose übertragen?
    Das Virus wird hauptsächlich durch direkten Kontakt mit infizierten Hunden oder deren Kot übertragen. Es kann auch indirekt übertragen werden, zum Beispiel durch kontaminierte Gegenstände wie Futternäpfe, Schuhe oder Kleidung.
  3. Wie lange überlebt das Parvovirus in der Umwelt?
    Das Parvovirus ist sehr widerstandsfähig und kann in der Umwelt mehrere Monate überleben, insbesondere bei kühleren Temperaturen und in feuchten Bedingungen.
  4. Wie kann ich meinen Hund vor Parvovirose schützen?
    Die beste Präventionsmaßnahme ist die Impfung. Welpen sollten ab einem Alter von etwa sechs Wochen eine Grundimmunisierung erhalten, gefolgt von Auffrischimpfungen gemäß den Empfehlungen des Tierarztes.
  5. Welche Hunderassen sind besonders anfällig für Parvovirose?
    Während alle Hunde anfällig für Parvovirose sind, gibt es einige Rassen, die ein höheres Risiko haben, an der Krankheit zu erkranken. Dazu gehören Rottweiler, Dobermänner, Labrador Retriever, American Staffordshire Terrier, Deutsche Schäferhunde und English Springer Spaniels.
  6. Wie wird Parvovirose diagnostiziert?
    Die Diagnose von Parvovirose basiert auf den klinischen Symptomen und kann durch Labortests bestätigt werden, wie den ELISA-Test (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay), der das Vorhandensein des Virus im Kot nachweist.
  7. Kann Parvovirose geheilt werden?
    Es gibt keine spezifische Heilung für Parvovirose, aber eine frühzeitige und aggressive unterstützende Behandlung kann die Überlebenschancen des Hundes deutlich erhöhen. Dazu gehört die Gabe von Flüssigkeit und Elektrolyten, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sowie Medikamente zur Linderung von Übelkeit und Schmerzen. In einigen Fällen kann auch eine Bluttransfusion erforderlich sein.

Ursachen einer Parvovirose beim Hund

Die Hauptursache für eine Parvovirose bei Hunden ist das Canine Parvovirus (CPV). Das Virus kann leicht von einem infizierten Hund auf andere Hunde übertragen werden, primär durch direkten Kontakt mit infiziertem Kot oder kontaminierten Gegenständen. CPV ist ein extrem widerstandsfähiges Virus, das in der Umwelt lange Zeit überleben kann. Es ist resistent gegen viele Desinfektionsmittel und kann sogar bei kaltem Wetter oder in feuchten Bedingungen aktiv bleiben.

Ungeimpfte Hunde und Welpen, die noch nicht vollständig geimpft sind, haben ein höheres Risiko, an Parvovirose zu erkranken. Die beste Vorsorgemaßnahme ist eine regelmäßige Impfung und das Vermeiden von Gebieten, in denen kürzlich infizierte Hunde waren.

Symptome und Erkennen der Parvovirose beim Hund

Die Symptome einer Parvovirose können variieren, aber typische Anzeichen sind:

Die Symptome können plötzlich auftreten und sich schnell verschlimmern. Es ist wichtig, sofort einen Tierarzt aufzusuchen, wenn du vermutest, dass dein Hund an Parvovirose leidet, da eine frühe Diagnose und Behandlung entscheidend für die Überlebenschancen sind. Wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie innerhalb weniger Tage zum Tod führen.

Da die Symptome der Parvovirose auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist es wichtig, eine genaue Diagnose durch den Tierarzt zu erhalten. Labortests, wie der ELISA-Test, können dabei helfen, das Vorhandensein des Virus im Kot nachzuweisen und eine endgültige Diagnose zu stellen.

 

Behandlung der Parvovirose beim Hund

Es gibt keine spezifische Heilung für die Parvovirose, die Behandlung konzentriert sich daher auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung des Immunsystems des Hundes. Eine frühzeitige und aggressive Behandlung ist entscheidend, um die Chancen auf Genesung zu erhöhen. Dazu gehören:

  • Flüssigkeits- und Elektrolyttherapie, um Dehydration und Elektrolytungleichgewicht auszugleichen.
  • Antiemetika (gegen Übelkeit und Erbrechen) und Schmerzmittel, um den Zustand des Hundes zu verbessern.
  • Antibiotika, um sekundäre bakterielle Infektionen zu behandeln, die durch das geschwächte Immunsystem verursacht werden können.
  • In schweren Fällen kann eine Bluttransfusion notwendig sein, um den Verlust von roten Blutkörperchen und Proteinen auszugleichen.

Die Behandlung von Parvovirose erfordert häufig einen stationären Aufenthalt in einer Tierklinik, um eine kontinuierliche Überwachung und Unterstützung zu gewährleisten. Die Genesung kann langsam sein und erfordert Geduld und sorgfältige Pflege vonseiten des Hundebesitzers.

Fazit

Parvovirose ist eine ernsthafte und potenziell tödliche Erkrankung, die vorwiegend junge und ungeimpfte Hunde betrifft. Eine frühe Erkennung und aggressive Behandlung sind entscheidend, um die Überlebenschancen des Hundes zu erhöhen. Als verantwortungsbewusster Hundebesitzer ist es wichtig, deinen Hund regelmäßig impfen zu lassen und auf Anzeichen von Parvovirose zu achten, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Denke daran, bei Verdacht auf Parvovirose sofort einen Tierarzt aufzusuchen und deinen Hund von anderen Hunden fernzuhalten, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen und einer aufmerksamen Beobachtung der Gesundheit deines Hundes kannst du dazu beitragen, das Risiko von Parvovirose zu reduzieren und deinem vierbeinigen Freund ein langes, gesundes Leben zu ermöglichen.