Analdrüsen beim Hund

Die Analdrüsen sind beim Hund am After links und rechts zu erkennen. Sie produzieren das Sekret, mit welchem der Hund seine Duftmarke setzt. Wenn der Vierbeiner gesund ist, sorgen die Analdrüsen beim Hund dafür, dass dieses Sekret zusammen mit dem Kot in die Landschaft abgegeben wird. Es kann jedoch eine Analdrüsenentzündung beim Hund entstehen, die zu mehr oder minder schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Nötigenfalls muss sich der Tierarzt die Analdrüsen anschauen.

Hund wird wegen Analdrüsen behandelt

Überblick

  1. Verstopfung der Analdrüsen
  2. Symptome der Analdrüsenentzündung
  3. Analdrüsen beim Hund selbst ausleeren
  4. Wann du zum Tierarzt musst
  5. So wird die Entzündung vermieden

Probleme mit den Analdrüsen beim Hund

Die Analdrüsen beim Hund und die Analbeutel für die Sammlung des Sekrets können verstopfen. Dann wäre eine Entleerung nicht mehr möglich, was zur Analdrüsenentzündung beim Hund führen kann. Das hat verschiedene Ursachen und ist durch sehr spezifische Symptome zu erkennen.

Hundebesitzer können versuchen, die Analdrüsen beim Hund durch mehr oder minder starkes Massieren manuell zu entleeren, was allerdings ein gewisses Geschick voraussetzt.

Idealerweise lassen sich die Besitzer den Vorgang zunächst von einem Tierarzt oder einem anderen Experten zeigen.

Verstopfung der Analdrüsen beim Hund: Ursachen und Folgen

Die Ursachen einer Analdrüsenentzündung beim Hund haben direkt etwas mit dem Zustand seines Kots zu tun. Damit sich diese Analbeutel optimal entleeren, muss der Kot des Hundes fest sein. Bei einer Durchfallerkrankung kommt es nicht selten zu einer Verstopfung der Analbeutel. Da die Analdrüsen nach wie vor ihr Sekret produzieren und dieses in die Analbeutel abgeben, weiten sich Letztere mangels Entleerung aus.

Das in den Beuteln befindliche Sekret wird schon nach Stunden oder wenigen Tagen zäh und verklebt dadurch nach einer gewissen Zeit die Analdrüsen beim Hund. Sollte weiterhin keine Entleerung stattfinden, kommt es fast unweigerlich zur Analdrüsenentzündung beim Hund.

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Welche Symptome weisen auf die Analdrüsenentzündung beim Hund hin?

Verstopfte Analdrüsen und erst recht die Analdrüsenentzündung beim Hund sind durch verschiedene Symptome recht gut zu erkennen:

  • exzessives Lecken des Hundes an seiner Afterregion
  • Rutschen auf dem Hinterteil („Schlittenfahren“)
  • Schwierigkeiten beim Kotabsatz
  • Nachjagen der eigenen Rute mit heftigen Kreisbewegungen
  • Schnappen mit den Zähnen in Richtung Analbereich (wegen des Juckreizes)
  • extremer Maulgeruch, falls der Hund seine Analdrüsen mit den Zähnen erreicht, wo diese das Sekret oral aufnehmen
  • Druck des Hundes mit dem Afterbereich gegen Möbel mit dem Ziel, selbst die Drüsen auszuquetschen
  • extremer Gestank in der Wohnung, falls die verstopfte Analdrüse durch die Aktivitäten des Hundes tatsächlich geplatzt und das Sekret ausgelaufen ist
  • rötliche Färbung der Haut in der Analregion
  • optisch erkennbar angeschwollene Analbeutel (Beulen dicht beim Anus)
  • verdickte Analbeutel (lassen sich ertasten)
  • widerlicher Geruch des Tieres

Durch eine Analdrüsenentzündung beim Hund sinkt ansonsten dessen Bewegungsdrang. Er hat nur noch das Ziel, seine Analdrüsen zu entlasten. Auch sitzt er nicht mehr. Wenn die Analdrüsen beim Hund ernsthaft entzündet sind, kann er Fieber bekommen. Sollten die Analbeutel aufplatzen, entstehen vielfach eitrige Wunden.

Analdrüsen beim Hund selbst ausleeren

Besitzer können die Analdrüsen beim Hund an einem ruhigen Ort selbst ausleeren. Ideal sind die Badewanne oder das gekachelte Bad geeignet, denn der Vorgang ist schmutzig. Im Sommer bietet sich der Garten an. Der Besitzer sollte Gummihandschuhe tragen und benötigt viel Papier (Küchenrollen oder Toilettenpapier) sowie Vaseline.

Nach dem Abwaschen des Analbereichs kann entweder ein Finger in den Anus eingesetzt und von innen vorsichtig gegen den Analbeutel gedrückt oder der Analbeutel von außen nach oben ausgestrichen werden.

Die zweite Methode ist sanfter, dauert aber länger. Niemals darf direkt auf den Beutel gedrückt werden. Damit würde das Sekret nach innen statt nach außen wandern. Das Papier nimmt das Sekret auf. Vorsicht: Es kann spritzen und es stinkt. Anschließend muss der Bereich feucht gereinigt werden.

Tierarzt erklärt wie man Analdrüsen ausdrückt

Analdrüsenentzündung beim Hund: Hilfe durch den Tierarzt

Wenn die Analdrüsen beim Hund eindeutig entzündet sind, was bei der Selbsthilfe durch eitriges Sekret festzustellen wäre, muss der Vierbeiner zwingend zum Tierarzt. Auch dieser wird die Analdrüsen beim Hund selbst manuell entleeren, wird aber auch das Sekret überprüfen und nach dessen Zustand über die weitere Behandlung entscheiden. Es gibt hierfür mehrere Optionen:

  • Spülung mit Medikamenten
  • orale Antibiotikabehandlung des Hundes
  • Anwendung einer Salbe
  • Operation, falls sich an den Analdrüsen beim Hund ein schwerer Abszess zeigt

Bei chronischen Beschwerden rät der Tierarzt auch zur OP. Manchmal bilden sich durch die Analdrüsenentzündung beim Hund regelrechte Geschwüre. Eine Operation kann jedoch den Schließmuskel beeinträchtigen, sodass die anschließende Stuhlinkontinenz fast unausweichlich wäre. Daher ist so ein Eingriff der letzte Ausweg.

Analdrüsenentzündung beim Hund vermeiden

Wenn die Analdrüsen beim Hund nur gelegentliche und leichte Beschwerden verursachen, kann eine Analdrüsensalbe helfen, die Analdrüsenentzündung beim Hund zu unterbinden. Die Inhaltsstoffe solcher Salben können unter anderem Propolis, Zink, Insektenfett, Calendula, Vitamine und Hyaluronsäure sein. Noch wichtiger ist die Vorbeugung durch die richtige Ernährung des Hundes. Der Kot muss immer eine feste Konsistenz haben.

Wenn Hundehalter aber zusätzliches Öl unter das Futter mischen oder Trockenfutter einweichen, wird der Stuhl zu weich.

Die Folgen können verstopfte Analdrüsen beim Hund oder gar eine Analdrüsenentzündung sein. Auch sollten Hundebesitzer bei einem Durchfall immer die Ursachen ermitteln. Eine ausreichende Hygiene im Afterbereich hilft ebenfalls, die Analdrüsenentzündung beim Hund zu vermeiden.


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