Zahnfleischentzündung beim Hund

Eine Zahnfleischentzündung ist die häufigste Zahnerkrankung beim Hund, dabei kann sie fast immer durch die Adoption einfacher Routinen zur Zahnpflege verhindert werden.

Haben Sie keine bestehenden Routinen die Mundhygiene Ihres Hundes zu verbessern ist die Frage nicht, ob er eine Zahnfleischentzündung bekommen wird, sondern wann.

Bakterien sind überall auch im Mund Ihres Lieblings. In Form von Plaque bildet sich Zahnstein, was die Anlagerung von Bakterien unter dem Zahnfleisch begünstigt und schließlich zu einer starken Zahnfleischentzündung führt. Bleibt die Inflammation unbehandelt, kann sich eine chronische Parodontitis entwickeln, die sogar die Zähne Ihres Hundes irreparabel beschädigen kann.

Überblick

  1. Daran erkennst du eine Zahnfleischentzündung bei deinem Hund
  2. So erleiden Hunde die Entzündung
  3. Welche Faktoren Einfluss auf das Entstehen haben
  4. Die Behandlung der Gingivitis

Zahnfleischentzündung beim Hund erkennen

Weil die Zahnfleischentzündung (medizinisch „Gingivitis“) beim Hund das einzige reversible Stadium einer Parodontitis ist müssen sie die Entzündung frühzeitig erkennen, um den entstandenen Schaden begrenzen zu können.

Die Gingivitis können Sie an ihrer charakteristischen Rötung und Schwellung erkennen, die entlang des Zahnfleischsaums verläuft. Der Zahnfleischsaum ist der Ort, an dem das Zahnfleisch den Zahn berührt.

Viele Hundebesitzer unterschätzen die Risiken, die von einer schlechten Mundhygiene ausgehen.

Weitere Indizien einer Zahnfleischentzündung sind Mundgeruch, der durch die Bakterien entsteht und das Bluten am Zahnfleisch, wenn Sie Ihrem Hund die Zähne putzen.

Bleibt die Entzündung unentdeckt können sich weitere Symptome zeigen:

  • Mundgeruch
  • Appetitlosigkeit
  • Der Hund kaut sein Essen nur noch auf der nicht entzündeten Seite
  • Zahnstein
  • Schmerzen beim Essen oder Zähneputzen 
  • Zahnbeschädigungen
  • Aversion gegenüber trockenem Futter
  • Schwellungen des Zahnfleischs die sich auch bei geschlossenem Mund bemerkbar machen
  • Gewichtsverlust
  • Blut im Futternapf, in der Wasserschale oder auf Kauspielzeug

Wie bekommen Hunde eine Zahnfleischentzündung

Grundsätzlich gibt es nur eine Art, wie Hunde eine Zahnfleischentzündung bekommen. Die bakterielle Infektion. Allerdings gibt es mehrere Faktoren, die eine solche Infektion begünstigen, auf die wir eingehen wollen.

Dringen Plaquebakterien in die Zahnfleischtasche ein, die genau am Zahn und dem Zahnfleisch verläuft, kann es durch die bakterielle Infektion zu einer Entzündung kommen.

Was die Gingivitis besonders problematisch macht, ist, dass sie durch den Befall der Zahnfleischtaschen die Strukturen angreift, die für den sicheren Halt der Zähne verantwortlich sind. Mit anderen Worten: Bleibt eine Zahnfleischentzündung lange genug unbehandelt, droht ein Zahnverlust.

 

Eine Zahnfleischentzündung beim Hund ist das gleiche Ergebnis wie beim Menschen: eine schlechte Mundhygiene.

Pflegen Sie die Zähne und das Zahnfleisch Ihres Hundes nicht richtig verkalken sich die zurückgebliebenen Futterpartikel (Plaque) zu Zahnstein und verursachen starke Reizungen und Entzündungen.

Welche Faktoren haben einen Einfluss auf die Anfälligkeit einer Zahnfleischentzündung?

Die Rasse

Kleine Hunderassen neigen tendenziell mehr dazu, unter Zahnkrankheiten zu leiden. Betroffen sind insbesondere Rassen mit einem engen Mund.

Das Alter

Zwar bleiben auch Welpen nicht von Zahnkrankheiten verschont, aber die Abnutzungserscheinungen die besonders im Alter auftreten, machen Zähne natürlich anfälliger für Zahnkrankheiten.

Zurückbehaltene Milchzähne

Verlieren Welpen beim< Zahnwechsel nicht alle ihrer Milchzähne, können daraus eine ganze Reihe von Problemen entstehen.

Die Ernährung

Die Ernährung eines Hundes spielt beim Thema Gesundheit eine zentrale Rolle. Das ist auch bei der Gesundheit der Zähne nicht anders. Es gibt einige Lebensmittel, die gesund für Ihren Hund sind und ihm dabei helfen seine Zähne zu reinigen, wie zum Beispiel Sellerie.

Wie wird eine Zahnfleischentzündung beim Hund behandelt?

Zahnfleischentzündungen sind bei Hunden ein weitverbreitetes Problem. Sie fragen sich wie weit sie verbreitet sind?

4 von 5 Hunden haben im Alter von 3 Jahren bereits eine beginnende Parodontitis.

Weil die Zahnfleischentzündung ein so weit verbreitetes Problem gibt es auch verschiedene Wege, wie sie beim Hund behandelt wird.

Grundsätzlich beginnt jede Behandlung mit einer gründlichen professionellen Zahnreinigung. Bei dieser Zahnreinigung werden nicht nur die vorhandenen Zahnsteinablagerungen entfernt. Die Zähne werden ebenfalls poliert was es den Bakterienn erschwert an ihnen haften zu bleiben. Die Behandlung erfolgt in der Regel unter Narkose.

Ist die Gingivitis bereits weiter fortgeschritten, kann es notwendig sein einen Teil des Zahnfleischgewebes zu entfernen.

Da es sich um eine von einer bakteriellen Infektion stammenden Entzündung handelt, wird der Tierarzt meistens ein Antibiotikum verschreiben.

Zu guter Letzt wird Sie der Tierarzt über einschlägige Hygienemaßnahmen aufklären und Ihnen zeigen, wie Sie von nun an Ihrem Hund regelmäßig die Zähne putzen müssen.


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