Lungenwurm beim Hund

Lungenwürmer beim Hund waren lange Zeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz eher wenig verbreitet, doch inzwischen gibt es sie auch im D.A.CH.-Gebiet. Ein Lungenwurm beim Hund ist in der Regel zuerst an Reizhusten, zunehmender Atemnot des Tieres und Schwäche zu erkennen. Dass die Lungenwürmer beim Hund Symptome zeigen, die auch bei anderen Hundekrankheiten auftreten, macht ihre Erkennung oft schwierig.

Überblick

  1. Daran kannst du einen Lungenwurmbefall erkennen
  2. Was ein Lungenwurm ist
  3. Hier findet man Lungenwürmer
  4. So gefährlich sind Lungenwürmer für Hunde
  5. Wie ein Lungenwurmbefall behandelt wird

Ein Lungenwurm beim Hund führt im weiteren Verlauf des Befalls dazu, dass der Vierbeiner kraftlos wird und sich kaum noch bewegt. Lungenwürmer beim Hund können diesen sogar so sehr schwächen, dass er nicht mehr husten kann und sich auch nicht mehr räuspert. Schlimmstenfalls verursacht der Lungenwurm beim Hund Krampfanfälle, wenn das Tier stark betroffen ist.

Ein Hund mit Lungenwürmern wird von seinem Frauchen gestreichelt

Woran kann man noch den Lungenwurm erkennen?

Lungenwürmer verursachen beim Hund noch mehr Symptome. Dazu können diese gehören:

  • Hautblutungen
  • blaue Fleckchen (Petechien)
  • Blutergüsse an den Beinen und am Bauch
  • Nasenbluten

Der Lungenwurm beim Hund verursacht Gerinnungsstörungen. Die beschriebenen Symptome passen dazu. Allerdings verursachen Lungenwürmer beim Hund sehr unterschiedliche Symptombilder. Generell sind eher junge Hunde (maximal zwei Jahre alt) betroffen.

Ansonsten tritt der Lungenwurm beim Hund auf, wenn dessen Immunsystem deutlich geschwächt ist. Die Symptome der Lungenwürmer beim Hund können je nach betroffener Organgruppe klassifiziert werden. Wenn der Lungenwurm beim Hund Herz-Lungen-Symptome auslöst, leidet das Tier an Reizhusten, Atemnot und manchmal auch an einem blutigen Auswurf.

Es zeigt deutliche Schwäche und verliert seine Ausdauer. Bei kardiovaskulärer Symptomatik sind Kreislaufstörungen und Herzerweiterungen typisch. Sie entstehen durch die geschwächte Aktion des Herzens. Diese Symptome des Lungenwurms beim Hund treten eher in schweren Fällen auf.

Generell sind beim Lungenwurm beim Hund Blutgerinnungsstörungen zu beobachten, die zu Nasenbluten, Blutarmut (Anämie) und Blutergüssen führen. Doch auch zentralnervöse Störungen können auftreten. Das wären Depressionen, Lähmungen und sonstige Bewegungsstörungen sowie Krampfanfälle.

Darüber hinaus verursacht der Lungenwurm beim Hund auch unspezifische Symptome. Dazu gehören Durchfall und Erbrechen. Doch daran lässt sich zunächst kein Lungenwurm erkennen, denn diese Symptome können durch alle möglichen Krankheiten ausgelöst werden.

Was ist der Lungenwurm beim Hund für ein Parasit?

Lungenwürmer beim Hund können verschiedenen Wurmarten entstammen, die wiederum während mehrerer Entwicklungsstadien die Hundelunge besiedeln können. Es reicht dem Lungenwurm beim Hund allerdings manchmal auch ein einziges Entwicklungsstadium, um sich im Wirt festzusetzen. Der Parasit ist so klein (10 – 25 mm), dass seine Larven und selbst adulte Tiere nicht nur in der Lunge und den Atemwegen, sondern auch in den Blutgefäßen siedeln können.

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Wo sind Lungenwürmer beim Hund zu finden?

Die Lungenwürmer beim Hund sind sowohl in der Lunge als auch in den Atemwegen (Bronchien und Luftröhre), im Herzen und in den größeren Blutgefäßen zu finden. Es handelt sich um Nematoden (Fadenwürmer) der Gruppen „Crenosoma vulpis“ und „Angiostrongylus vasorum“. In Deutschland fand man bis etwa 2005 Lungenwürmer beim Hund nur sporadisch. Der Befall galt als Reiseerkrankung. Der Lungenwurm beim Hund ist in diesen Ländern besonders verbreitet:

  • Frankreich
  • Dänemark
  • Niederlande
  • Italien
  • Spanien

Ab 2007 wurde jedoch eine deutschlandweite Studie durchgeführt, die bis 2009 lief und unerwartet hohe Befallsraten hierzulande durch den Lungenwurm beim Hund aufzeigte.

Für die Studie wurden 810 Kotproben von Hunden ausgewertet, die an ungeklärten Atemwegserkrankungen litten. Ein Befall zeigte sich bei 7,4 % aller untersuchten Proben, was aus seuchenhygienischer Sicht als sehr hoher Wert gilt.

Heute (2020) geht man davon aus, dass Lungenwürmer beim Hund in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland schon relativ weit verbreitet sind. Bei der betreffenden Studie wiesen die Proben aus NRW mit 12 % Befall den höchsten Wert auf.

Wie gefährlich sind Lungenwürmer beim Hund?

Sie sind gefährlich. Hundebesitzer, die Symptome für einen Lungenwurm erkennen, sollten den Vierbeiner umgehend zum Tierarzt schaffen. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich enden.

Lungenwurm beim Hund: Entwicklungszyklus und Infektionsweg

Der Lungenwurm beim Hund existiert zweiwirtig. Er benötigt einen Zwischenwirt, bevor er auf den Hund (oder Fuchs) als seinen Endwirt überspringt. Der Zwischenwirt ist eine gewöhnliche Schnecke. Sie enthält die Larven des Lungenwurms und wird vom Hund oder Fuchs gefressen. Das kommt bei Haushunden nicht oft vor, ist aber nicht ausgeschlossen.

Gerade Junghunde fressen Schnecken aus Neugier, weshalb sie deutlich infektionsgefährdeter sind. Ältere und auch junge Hunde fressen Schnecken allerdings auch unbewusst, nämlich beim Fressen von Gras, das für sie ein Mittel zur Darmreinigung ist. Auf Grashalmen sitzen manchmal sehr kleine Schnecken, welche der Hund übersieht.

Darüber hinaus verirren sich Schnecken manchmal in einen im Freien stehenden Trink- oder Futternapf des Hundes. Hundebesitzer mit Haus und Garten können unter anderem das Infektionsrisiko mindern, indem sie keine Trink- oder Futternäpfe nachts auf der Terrasse stehen lassen. Wenn die Larven des Lungenwurms durch das Verschlucken der Schnecke im Hundedarm angekommen sind, wandern sie über die Blutbahn in die Lunge. Erst dort entwickelt sich aus einer Larve ein adulter Wurm, der erneut Eier legt. Aus diesen schlüpfen wiederum kleine Larven, welche in der Folge die Lunge des Hundes besiedeln und selbst zu adulten Würmern heranwachsen.

In der Lunge verursachen die wandernden Larven und Würmer Reizung des Gewebes. Dadurch kommt es zu Entzündungsherden. Die Lunge des Hundes reagiert darauf mit dem starken Husten. Dadurch gelangen Würmer und Larven in den Speise- und danach Verdauungstrakt des Hundes. Er scheidet sie aus.

Die Schnecken nehmen die Wurmlarven aus dem Hundekot auf: Der Kreislauf beginnt von vorn. Im Hundekörper können sich die im Darm angekommenen Larven allerdings auch noch weiter über die Blutbahn ausbreiten. Sie werden nicht alle komplett ausgeschieden. Sie passieren dabei die Leber, was Bauchschmerzen und Übelkeit verursachen kann, dann können sie wiederum die Lunge erreichen.

Es besteht ein Kreislauf wandernder Larven im Hundekörper. Da die Wurmart Angiostrongylus als adultes Tier eher die Lungenarterie besiedelt, stört er die Herzleistung. Die neurologischen Ausfälle durch einen Lungenwurm beim Hund entstehen, wenn Larven bis ins Gehirn gelangen.

Diagnose durch den Tierarzt

Der Tierarzt kann beim betreffenden Verdacht durch eine Blutuntersuchung den Lungenwurm erkennen. Dieser scheidet ins Blut bestimmte Stoffe aus, die den Befall aufzeigen. Vor allem die Anzahl der eosinophilen Granulozyten steigt stark an. Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Variante der weißen Blutkörperchen, welche für die Immunabwehr bei Parasitenbefall zuständig ist. Auch eine Kotuntersuchung weist den Lungenwurm beim Hund nach.

Tierärzte verweisen regelmäßige darauf, dass die Halter Sammelproben einschicken sollen, denn in einer einmaligen Probe müssen die Larven nicht unbedingt zu finden sein. Ein Larven-Migrationsverfahren weist die Larven nach. Eine dritte diagnostische Möglichkeit, um den Lungenwurm zu erkennen, ist die Lungenspülung mit bronchialer Flüssigkeit. Das Verfahren ist für den Hund belastend und nur unter Narkose möglich. Zwar spürt der Hund dabei nichts, doch sein Kreislauf wird erheblich strapaziert.

Ein Spaniel mit Lungenwürmern wird von seinem Frauchen getröstet

Lungenwurm behandeln

Um den Lungenwurm zu behandeln, kommen Tabletten mit dem Wirkstoff Milbemycinoxim und Spot-on-Präparate mit den Wirkstoffen Moxidectin und Imidacloprid infrage. Die Spot-Ons lassen sich auf die Haut des Hundes aufträufeln. Die beiden Wirkstoffe können auch prophylaktisch angewendet werden. Wenn der Hundehalter mit dem Tier in einer Region mit starkem Infektionsdruck reist, dürfte das sinnvoll sein.

Es ist zu beachten, dass diese Prophylaxe nicht ohne Not durchgeführt werden soll. Bei Aufenthalten in Gebieten, in denen kaum ein Infektionsrisiko besteht, gilt sie als überflüssig. Die Mittel werden vom Hund irgendwann wieder an die Umwelt abgegeben und belasten diese relativ stark.

Fazit zum Lungenwurm beim Hund

Tierhalter sollten ihren Vierbeiner beobachten, um gegebenenfalls Lungenwürmer beim Hund zu erkennen. Sie lassen sich behandeln. Ohne Behandlung kann eine betreffende Erkrankung einen sehr schweren Verlauf nehmen. Auskünfte zu Behandlungsoptionen und einer sinnvollen Prophylaxe gibt auch der Tierarzt.


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