Kohletabletten für Hunde

Kohletabletten sind für den Hund ein Notfallmittel gegen Durchfall und Vergiftungen. Umsichtige Tierhalter haben Kohletabletten für Hunde in der Hausapotheke vorrätig. Wenn eine Vergiftung beim Hund vermutet wird, gehört ihre Gabe zur Erste-Hilfe-Maßnahme, die der Hundebesitzer selbst leisten kann, bevor er sich mit dem Vierbeiner umgehend zum Tierarzt begibt. Auch wenn der Hund Durchfall hat, schätzen es Frauchen und Herrchen sehr, wenn sie als schnelle Hilfe Kohletabletten für den Hund im Haus haben.

Kohletabletten auf Steinboden

Überblick

  1. Helfen Kohletabletten gegen Durchfall
  2. Hilfe bei Vergiftung
  3. Woraus bestehen Kohletabletten für Hunde?
  4. Wie werden sie dosiert

Wenn der Hund Durchfall hat: Müssen wir gleich zum Tierarzt?

Das hängt von den Begleitsymptomen und damit von den möglichen Gründen ab, aus denen der Hund Durchfall hat. Dieser kann nämlich ebenfalls auf eine Vergiftung beim Hund hindeuten, doch dann kämen:

  • Erbrechen
  • Hecheln
  • Apathie oder Unruhe (auch im Wechsel)
  • Nahrungsverweigerung
  • Krämpfe
  • und weitere Symptome hinzu.

Die Konsistenz des ausgeschiedenen wässrigen Kots gibt ebenfalls Auskunft darüber, warum Hund Durchfall haben könnte: Blut im Stuhl ist beispielsweise immer verdächtig. Er muss nicht bedeuten, dass eine Vergiftung beim Hund vorliegt, jedoch verweist er auf eine andere ernsthafte Erkrankung. Damit sollte der Hundehalter seinen Vierbeiner dem Tierarzt vorstellen.

Wie helfen Kohletabletten für Hunde gegen Durchfall?

Wenn der Hund Durchfall hat, helfen Kohletabletten in der Tat. Es handelt sich hierbei um medizinische Kohle (auch: Kaffeekohle). Diese Kohletabletten für den Hund stoppen mit ihrer aufsaugenden Wirkung die häufigen Darmentleerungen – und das in kurzer Zeit.

Außerdem können Kohletabletten für Hunde Gase, Bakterien, Schadstoffe und Gifte binden.

Sie verhindern damit weitere Reizungen. Der Darm wird vor Schädigungen bewahrt. Wenn der Hund Durchfall hat, weil er unter Stress steht, leicht erkältet ist oder auch etwas Falsches, aber nichts Gefährliches gefressen hat, können Kohletabletten für Hunde vollkommen genügen, um den Hund vom Durchfall zu befreien. Sollte die Gabe durch den Tierhalter genügen und sich das Tier nach kurzer Zeit wieder besser fühlen, erübrigt sich möglicherweise der Gang zum Tierarzt.

Kohletabletten für den Hund bei Vergiftung

Sollte eine Vergiftung beim Hund vorliegen, sind Kohletabletten das Erste-Hilfe-Mittel schlechthin. Sie sind sogar das einzige Mittel, welches dem Tierhalter unmittelbar zur Verfügung steht. Der Vierbeiner muss sofort zum Tierarzt, das ist vollkommen klar, doch zunächst lindern die Kohletabletten die Folgen der Vergiftung beim Hund. Die Kohletabletten für den Hund müssen sehr schnell gegeben werden.

Die enthaltene Aktivkohle verhindert zunächst, dass der Darm das Gift aufnimmt und in den Kreislauf transportiert. Das funktioniert aber nur unmittelbar nach der Vergiftung.

Eine Vergiftung beim Hund entsteht oft, weil der Hund einen Giftköder gegen Ratten frisst. Doch auch Pflanzen (im Haus, Garten und in der Natur) können für den Hund extrem giftig sein. Darüber hinaus kann der Hund an ein Haushalts- oder Industriegift geraten sein. Kohletabletten für Hunde haben den großen Vorteil, dass sie aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften jegliches Gift binden können. Sie saugen wie ein Schwamm Substanzen unterschiedlichster Zusammensetzung auf. Von der Art des Giftes hängt es daher nicht ab, ob die Kohletabletten beim Hund wirken.

Woraus bestehen Kohletabletten für Hunde?

Sie bestehen tatsächlich aus Kohle. Es handelt sich um medizinische Kohle, die aus Pflanzen (zum Beispiel) Kokosnussschalen gewonnen wird. Um die Kohletabletten für den Hund herzustellen, werden diese Kokosnussschalen so verkohlt, dass ihre pflanzlichen Zellen am Ende nur noch poröse Gerüststrukturen sind.

Sie bestehen eher aus reinem Kohlenstoff mit wenigen Atomlagen. Die Kohletabletten für Hunde unterscheiden sich kaum von der medizinischen Aktivkohle für Menschen, sie sind bestenfalls anders dosiert.

Die poröse Aktivkohle hat eine spezifische Oberfläche von 300 m²/g. Das heißt, jedes Gramm der Kohletabletten für den Hund kann auf 300 m² (eine Fläche von 17,32 x 17,32 m) etwas aufnehmen – darunter auch wässrigen, vergifteten Kot oder sonstigen Magen-Darm-Inhalt. Der Kohlenstoff in den Kohletabletten für Hunde ist selbst ungiftig und wird auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

Was machen die Kohletabletten für den Hund mit dem Gift?

Das Gift lagert sich durch Adhäsion an den Atomen in den Kohletabletten für Hunde an. Damit ist es gebunden und kann zusammen mit dem Kohlenstoff ausgeschieden werden. Wichtig ist vor allem, dass der gebundene Giftstoff nicht mehr die Darmwand passieren und somit auch nicht in die Blutbahn gelangen kann.

Nach der Gabe von Kohletabletten für den Hund färbt sich dessen Kot schwarz. Das ist ein gutes Zeichen: Der Hund scheidet den Kohlenstoff zusammen mit dem Gift aus.

Ein müder Hund liegt auf dem Sofa

Wie werden Kohletabletten für den Hund gegeben?

Kohletabletten für Hunde, die es auch als Granulat gibt, lassen sich rasch ins Hundefutter oder auch in etwas Wasser mischen. Sie sind geschmacklos. Der Hund spürt davon nichts außer etwas Pulver. Die Darreichung ist in der Regel kein Problem.

Wo gibt es Kohletabletten für Hunde?

Tierhalter können Kohletabletten für den Hund problemlos online oder in Apotheken vor Ort beziehen. Selbst gut sortierte Drogerien führen sie.

Gegen welche Gifte helfen die Kohletabletten für den Hund?

Im Grunde gegen alle gängigen Gifte wie

  • Gifte aus für den Hund unverträglichen Lebensmitteln (Achtung: Schokolade!)
  • Rattengift
  • Pflanzengift
  • Haushalts- und Industriegift
  • Schneckenkorn
  • Mineraldünger

Wann helfen Kohletabletten für Hunde nicht?

Sie helfen nicht, wenn das Gift durch einen Stich oder Biss (Insekt, Schlange) übertragen wird. Dieses Gift dringt über die Haut direkt ins Blut ein. Die Kohletabletten für Hunde sind gegen Gifte geeignet, die der Hund frisst oder trinkt.

Wie werden Kohletabletten für den Hund dosiert?

Es gilt die Faustregel: 1 g Kohle / 1 kg Körpergewicht. Es kann sinnvoll sein, sich einmal mit einem Tierarzt darüber zu unterhalten, wenn der Hund zur Allgemeinuntersuchung vorgestellt wird.


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