Fellwechsel beim Hund

Der Fellwechsel beim Hund steht unvermeidlich zweimal im Jahr an. Wir alle kennen das Problem als Hundebesitzer: Unser geliebter Vierbeiner verliert sein Fell auf den Teppichen, Polstermöbeln und überall in der Wohnung.

Wenn der Hund haart, macht das aber nicht nur den Besitzern zu schaffen, die damit viel Arbeit haben und Spezialstaubsauger und -waschmaschinen zum Aufnehmen der Hundehaare benötigen. Das Tier empfindet seinen Fellwechsel selbst als sehr anstrengend. Wir müssen das Tier daher in dieser Phase besonders unterstützen.

Ein Hund wird von einer Pflegerin gebürstet

Überblick

  1. Der Fellwechsel im Frühjahr
  2. Der Fellwechsel im Herbst
  3. Wie stark kann ein Hund haaren
  4. Spezielle Pflege beim Fellwechsel
  5. Wie beeinflusst die Ernährung den Fellwechsel
  6. Schuppen beim Fellwechsel

Warum kommt es zum Fellwechsel beim Hund?

Nun, das ist eigentlich ganz logisch: Beim Wechsel der Temperaturen im Herbst und im Frühjahr muss der Hund sein Kleid wechseln, um sich dementsprechend anzupassen. Das kann nur über einen Fellwechsel geschehen, der je nach Rasse unterschiedlich stark ausfällt. Bei einigen Rassen ist er so gut wie gar nicht sichtbar, bei anderen dafür umso stärker.

Fellwechsel beim Hund im Frühjahr

Im Frühjahr wechselt der Hund das Fell bei ansteigenden Temperaturen, jedoch nicht nach einem festen Terminplan. Das hat die Natur so eingerichtet, es ist auch gut so. Bekanntermaßen ist es manchmal schon im März recht warm, manchmal auch erst im Mai.

Wann der Hund haart, hängt von seinem genetischen Programm ab. Manche Exemplare wechseln bei dauerhaften Tagestemperaturen über 8 °C das Fell, andere erst bei 15 °C.Auch die Tagesdauer spielt eine gewisse Rolle, der Hund stellt sie anhand des Lichts fest. Letzteres ist aber nicht so wichtig.

Die Temperaturen sind viel entscheidender, weshalb der Fellwechsel beim Hund durchaus von Jahr zu Jahr in einer anderen Woche beginnen kann. Manche Besitzer stellen allerdings ganzjährig fest, dass ihr Hund haart. Doch auch bei diesen Rassen fällt der Fellwechsel mit der Frühjahrs- und Herbstsaison deutlich stärker aus.

Er ist auch nötig: Das Tier muss sein altes Fell ablegen, damit das neue nachwachsen kann. Übrigens dauert der Fellwechsel beim Hund bis zu acht und fast nie weniger als sechs Wochen. Am intensivste fällt er im Frühjahr aus, weil der Vierbeiner nun sein dichtes Winterfell abstoßen muss.

Fellwechsel beim Hund im Herbst

Auch im Herbst muss der Hund Haare abgeben, damit neue nachwachsen können. Das luftige Sommerfell muss weg, weshalb auch in dieser Phase der Hund haart – allerdings deutlich weniger als im Frühjahr. Wiederum ist der Prozess von der Rasse und ihrem Fell abhängig. Wir Besitzer haben dadurch mehr oder weniger Umstände, wenn der Hund haart.

Wie stark kann ein Hund haaren?

Wie stark der Hund haart, ist nicht nur von seiner Rasse, sondern auch von seinem Alter und dem Hormonstatus abhängig. Aus diesem Grund haaren kastrierte Hunde oft mehr als unkastrierte. Ältere Hunde haaren mehr als junge, Hündinnen vor der Läufigkeit haaren besonders stark. Manche Vierbeiner reagieren auf Stress mit einem erhöhten Haarausfall.

Rassen mit starker Unterwolle werfen im Frühjahr extrem viel Fell ab: du musst deine komplette Unterwolle abstoßen. Sehr kurzhaarige Hunde – Deutsche Dogge, französische Bulldogge – haben nur einen sehr schwachen Fellwechsel. Das ist für die Besitzer recht angenehm, für die Hunde aber nicht. Sie leiden viel mehr unter winterlicher Kälte und auch unter sommerlicher Hitze.

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Gibt es wirklich immer einen Fellwechsel beim Hund?

Wie erwähnt scheinen einige Rassen überhaupt nicht zu haaren. Sie gelten daher als besonders allergikerfreundlich, weil ihre Haare nicht in der Wohnung herumliegen. Allerdings stimmt das nicht ganz. Ein kleiner Fellwechsel findet praktisch immer statt.

Doch er kann so minimal ausfallen, dass wir das als Besitzer gar nicht merken. Doch bei den genannten Rassen wachsen alte Haare praktisch ewig immer länger, weshalb sich eine spezielle Behandlung durch den Hundefriseur durchaus empfiehlt.

Das gilt unter anderem für Yorkshire Terrier und Pudel. Diesen sollten die Besitzer das Fell scheren oder zumindest stutzen lassen. Ein professioneller Hundefriseur verpasst dem Pudel eine ganz reizende Frisur.

Welche spezielle Pflege erfordert der Fellwechsel beim Hund?

Natürlich benötigt der Hund eine entsprechende Fellpflege und auch die richtige Ernährung. Die Fellpflege mit der Bürste oder einem Kamm unterstützt das Abstoßen der alten Haare, hat aber auch noch mehr Effekte. Die Hundehaut wird besser durchblutet, was ihre Gesundheit stärkt und den Abstoßungsvorgang der Haare unterstützt.

Gleichzeitig entdecken manche Besitzer bei dieser Fellpflege auchZecken, Ekzeme,Flöhe und Schuppen beim Hund. Letztere sind nicht gefährlicher als Schuppen beim Menschen, also gar nicht, sie fallen aber ebenso zu Boden und sehen dabei unschön aus.

Tierhaarallergiker reagieren auch auf die Schuppen. Der Hund mag die Fellpflege sehr, muss aber zunächst daran gewöhnt werden. Das geschieht am besten schon in frühen Lebensjahren. Die Art der Fellpflege richtet sich nach dem Fell. Es gibt grundsätzlich fünf verschiedene Hundefell-Typen:

  • langhaarig
  • drahthaarig
  • lockig
  • seidig
  • glatt

Hunde mit lockigem Fell und Hunde, bei denen es (scheinbar) gar keinen Fellwechsel gibt, vertragen ein zwei- bis dreimaliges Bürsten pro Woche. Hunde mit seidigem Fell müssen täglich gebürstet werden, nur dann sehen sie wirklich schön aus. Die draht-, glatt- und langhaarigen Rassen mit ihrem hohen Anteil an Unterwolle brauchen mindestens wöchentlich eine Fellpflege mit der Bürste. Dabei gibt es einige langhaarige Rassen wie etwa den Australian Shepherd, bei denen sich eine Bürste im Fell verhaken kann.

Es ist also Vorsicht geboten, sonst werden Haare ausgerissen, worauf der Hund sehr ungehalten reagiert.

Es gibt für diese Rassen Bürsten und Kämme mit abgerundeten langen Zähnen. Gezahnte Bürsten wiederum eignen sich, wenn das Haar eher drahtig ist. Bei dichter Unterwolle muss das Fell im Winter mit einer groben Bürste ausgebürstet werden. Es gibt sogar regelrechte Zupfbürsten.

Welche Rolle spielt die Ernährung für den Fellwechsel beim Hund?

Sie ist recht bedeutsam. Der Hautstoffwechsel ist in dieser Phase besonders gefordert. Er benötigt Zink, Vitamin-B und Biotin. Es gibt in Apotheken und Onlineshops diese Mittel auch in Form von Nahrungsergänzung, die speziell für den Fellwechsel beim Hund konzipiert wurde.

Die Zusätze unterstützen natürlich generell die Hundegesundheit und verhelfen dem Vierbeiner darüber hinaus zu einem glänzenden Fell.

Speziell Biotin stärkt ausgezeichnet das Haar und lindert auch noch Hautbeschwerden. Darüber hinaus kann es die Krallen des Hundes kräftigen. Distel- oder Leinöl (ein Esslöffel pro Tag) unterstützen ebenfalls das gesunde Fell. Leinöl schützt gleichzeitig die Schleimhäute im Magen und im Darm.

Wie ist mit Schuppen beim Hund umzugehen?

Eigentlich sind Schuppen beim Hund harmlos und lassen sich durch Nahrungsergänzung und/oder durch ein spezielles Shampoo gegen Schuppen unterbinden. Sollte die Schuppenneigung gar nicht aufhören bzw. extreme Ausmaße annehmen und mit starkem Juckreiz verbunden sein, könnte sich der Tierarzt einmal die Haut des Hundes anschauen. Vielleicht liegt doch eine Hauterkrankung vor. Der Fall ist aber sehr selten.


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