Zahnpflege beim Hund

Die Zahnpflege ist beim Hund recht bedeutsam, denn mit dem Hundegebiss gibt es mehr Probleme, als es sich die meisten Besitzer vorstellen. Tierärzte empfehlen regelmäßig die Zahnpflege für Hunde. Allerdings gibt es nicht allzu viele Hundebesitzer, die wirklich regelmäßig ihrem Hund die Zähne putzen.

Eine junge Frau putzt ihrem Hund die Zähne

Überblick

  1. Zahnpflege des jungen Hundegebisses
  2. Zahnsteinbildung im Hundegebiss
  3. Pflege in den höheren Lebensjahren
  4. Die richtige Therapie
  5. Pflege mit Spezialfutter
  6. Fazit

Was passiert ohne Zahnpflege für Hunde?

Untersuchungen zeigen es deutlich auf: Schon ab ihrem dritten Lebensjahr leiden rund 80 % der Vierbeiner an Problemen mit dem Hundegebiss. Das haben Tierärzte ermittelt.

Doch nur 23 % der Frauchen und Herrchen wissen über diese Probleme Bescheid, obwohl sie ihnen eigentlich auffallen könnten – zum Beispiel durch einen permanenten Mundgeruch beim Hund.

Dieser ist keinesfalls normal: Er kann auf Probleme mit den Zähnen verweisen! Die hohe Zahl der Tiere mit Zahnproblemen beweist aber, dass die Zahnpflege beim Hund so wichtig ist wie beim Menschen. Das Hundegebiss ist ebenso wie das Gebiss von Menschen anfällig für Zahnstein und Plaque. Wenn wir dem Hund die Zähne putzen, beugen wir solchen Problemen und den damit einhergehenden Zahnerkrankungen vor.

Wie wichtig ist die Zahnpflege beim jungen Hundegebiss?

Zahnprobleme sind bei jungen Hunden seltener, können aber auch schon vorkommen. Zwar sind die häufigsten Zahnerkrankungen der Jungtiere Frakturen, die sie sich beim Toben zuziehen. Auch Fehlstellungen von Zähnen kommen wie bei Menschenkindern häufiger vor. Diese müssen tierärztlich korrigiert werden, wenn dadurch andere Zähne beschädigt werden und auch, wenn es zu Schmerzen oder zu Schäden am Gaumen kommt.

Dennoch ist die Zahnpflege für Hunde auch bei Jungtieren wichtig. Plaque, Zahnstein oder eine Zahnfleischentzündung können auch in jungen Lebensjahren auftreten. Tierhalter, die ihrem jungen Hund die Zähne putzen, gewöhnen ihn zudem an dieses Ritual.

Zahnsteinbildung und Plaque im Hundegebiss

Ohne Zahnpflege beim Hund kommt es unweigerlich zur Plaque- und Zahnsteinbildung. Plaque ist anfangs kaum sichtbar. Er entsteht aus Speiseresten und Schleim. In beidem siedeln sich Bakterien an, die den Zahnschmelz angreifen. Der Zahnbelag lässt sich relativ einfach durch die gezielte Zahnpflege für Hunde entfernen.

Das ist auch wichtig, weil länger auf den Zähnen sitzender Zahnbelag die Zahnsteinbildung fördert.

Das geschieht durch den ph-Wert des Speichels und durch verschiedene Mineralien. Wenn die Zahnsteinbildung fortgeschritten ist, lässt sich der harte Belag durch einfaches Bürsten nicht mehr entfernen. Die Bakterien siedeln sich nun in diesem Belag an und verursachen in der Folge Zahnfleischentzündungen und weitere Beschwerden am Hundegebiss.

Zahnpflege für Hunde in höheren Lebensjahren

Mit steigendem Alter des Vierbeiners wird es immer wichtiger, dass Tierhalter ihrem Hund die Zähne putzen. Wie bei allen Tieren und Menschen nehmen die Probleme mit den Lebensjahren zu. Ohne Zahnpflege beim Hund und ohne Kontrolle der Zähne entstehen schwerwiegende Zahnprobleme mit den entsprechenden Schmerzen.

Darüber hinaus wirken sich Zahnerkrankungen immer auf den gesamten Organismus aus.

Die in jedem Fall spürbaren Probleme sind der Mundgeruch, der auch durch die Zahnpflege für Hunde nicht mehr verschwindet, außerdem freigelegte Zahnwurzeln und sogar lockere Zähne. Darauf folgt oft ein Zahnverlust. Die allgemeine Gesundheit des Hundes leidet. Es kann sogar zu Entzündungen lebenswichtiger Organe kommen. Daher müssen Tierhalter wissen, dass die Zahnpflege für Hunde mit steigendem Lebensalter immer wichtiger wird.

Therapie eines Hundegebisses

Wenn es trotz der Zahnpflege für Hunde zu Schäden am Hundegebiss kommt, kann dieses therapiert werden. Es gibt auch in der Tiermedizin Zahnspezialisten, die sich die Zähne des Vierbeiners anschauen und verschiedene Behandlungen durchführen. Diese reichen von der Zahnspange über Zahnkronen bis zu Wurzelkanalbehandlungen. Manchmal muss auch ein Hundezahn gezogen werden.

Prävention durch Zahnpflege für Hunde

Die beste Prävention ist zweifellos, dem Hund die Zähne zu putzen. An die Zahnpflege beim Hund sollten schon Welpen gewöhnt werden. Es kann schwierig sein, einem älteren Hund die Zähne zu putzen, wenn das noch nie geschehen ist. Es gibt für die Zahnpflege beim Hund spezielle Hundezahnbürsten.

Hierbei kommt es auf die richtige Größe an: Die Zahnbürste muss zur Rasse passen.

Das sind das Zahntuch oder die Fingerzahnbürste. Darüber hinaus gibt es spezielle Zahnpasta für die Zahnpflege beim Hund. Die Zahnpasta für Menschen eignet sich nicht, sie ist anders zusammengesetzt. Das betrifft nicht nur die Inhaltsstoffe für die Zahnpflege, sondern auch den Geschmack: Hundezahnpasta schmeckt nach rohem Fleisch. Bei der Zahnpflege für Hunde muss der Tierhalter das Maul nicht völlig öffnen.

Es genügt meistens, die Lippen (Lefzen) etwas anzuheben. Danach werden die sichtbaren Zahnaußenflächen gereinigt. Die Innenseiten müssen nicht unbedingt geputzt werden. Optimalerweise schaffen es Besitzer, täglich dem Hund die Zähne zu putzen, doch zweimal wöchentlich wäre auch schon ein recht guter Rhythmus. Sollte das Hundegebiss aktuell erkrankt oder in Behandlung sein, ist es nicht sinnvoll, mit der Zahnpflege beim Hund zu beginnen. Das Tier erleidet dann Schmerzen und entwickelt eine Abneigung gegen den Vorgang.

Haftende Zahnpasta für die Zahnpflege beim Hund

Wenn es schwierig ist, dem Hund die Zähne zu putzen, hilft eine klebende Zahnpasta mit Geschmack. Diese trägt der Tierhalter auf die Wangeninnenseite des Hundes auf. Dann massiert er das Maul von außen. Die klebende Zahnpasta entfernt Zahnbelag.

Zahnpflege für Hunde mit Spezialfutter

Spezialfutter kann das gesunde Hundegebiss erhalten. Der Vorteil: Besitzer müssen nicht so oft dem Hund die Zähne putzen. Die Brocken des Spezialfutters sind groß und besonders strukturiert. Sie reinigen die Zähne mechanisch beim Kauen und unterstützen damit die Zahnpflege beim Hund.

Beim Hineinbeißen zerbröckeln die Stücke nicht direkt. Sie scheuern vielmehr am Zahn entlang, wo sie Beläge entfernen. Die Bestandteile des Futters sind so gewählt, dass sich keine neuen Beläge bilden.

Ein Hund mit weißen Zähnen

Kausticks für die Zahnpflege beim Hund

Auch mit Kausticks lässt sich die Zahnpflege für Hunde unterstützen. Sie eignen sich auch für ein Tier mit Nahrungsmittelunverträglichkeit. Wichtig zu wissen: Kausticks werden nach dem Gewicht des Hundes gegeben. Sie sind nahrhaft und dürfen mithin das normale Futter nur ergänzen, aber nicht zusätzlich gegeben werden. Sonst wird der Hund zu dick.

Nahrungs- und Wasserzusätze

Auch mit Nahrungs- und Wasserzusätzen lässt sich die Zahnpflege für Hunde unterstützen. Diese Zusätze eliminieren unter anderem die Bakterien, die einen schlechten Atem verursachen. Unter anderem ist in flüssigen Präparaten Chorhexidin enthalten. Die Nahrungsergänzung basiert meistens auf Algen.

Es gibt viele Hundespielzeuge, die der Zahnpflege für Hunde dienen. Der Hund kaut darauf herum. Manche dieser Spielzeuge lassen sich mit Zahnpasta kombinieren. Wiederum müssen die Besitzer durch solche Hilfsmittel nicht so häufig ihrem Hund die Zähne putzen.

Zahnpflege für Hunde: Fazit

Es gibt diverse Möglichkeiten für die Zahnpflege beim Hund. Tierhalter, die regelmäßig ihrem Hund die Zähne putzen, handeln vorbildlich, doch bei manchen Vierbeinern ist das schwierig. Für solche Fälle gibt es diverse weitere Optionen, wie sich die Zahnpflege für Hunde durchführen lässt.


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