Spondylose beim Hund

Die Spondylose beim Hund ist eine Erkrankung der Wirbelsäule. Diese ist verknöchert, was Schmerzen verursachen kann und medizinisch korrekt Spondylosis deformans heißt. Der Hund kann sich damit arrangieren. Durch sehr typische Symptome lässt sich die Spondylose erkennen. Sie kann behandelt werden.

Ein Hund bekommt ein Schmerzmittel verabreicht

Überblick

  1. Die Symptome der Spondylose beim Hund
  2. Das sind die Ursachen der Spondylose
  3. So wird die Krankheit diagnostiziert
  4. Spondylose beim Hund behandeln
  5. Der Alltag mit Spondylose
  6. Fazit

Was ist eine Spondylose beim Hund?

Es ist eine degenerative Skeletterkrankung. Das Skelett und die Wirbelsäule des Hundes verschleißen zunehmend, was in höheren Lebensjahren und bei Hunden großer Rassen häufiger vorkommt.

Die Spondylose beim Hund lässt sich wie folgt kurz zusammenfassen:

  • Es handelt sich um eine Degeneration der Wirbelsäule.
  • Die Wirbelzwischenräume des Hundes verknöchern. Dadurch werden sie unbeweglich.
  • Eine Spondylose beim Hund kann zur Versteifung großer Rückenpartien führen.
  • Die Erkrankung kann, muss aber nicht stark schmerzen.
  • Die Verknöcherungen können Nervenfunktionen beeinträchtigen.
  • Es ist mit einem Krankheitsverlauf in Schüben zu rechnen.
  • Die Folgen einer Spondylose beim Hund sind eine unnatürliche Haltung, Lähmungserscheinungen, Verkrümmungen, gegebenenfalls Schmerzen und eine Beeinträchtigung von Nervensträngen.

Spondylose Symptome beim Hund

Es treten nicht zwingend deutliche Spondylose Symptome auf, sie sind aber sehr häufig. Anzuraten ist zu einer tierärztlichen Untersuchung, wenn du als Besitzer eine Spondylose erkennst. Sehr typisch sind die auftretenden Rückenschmerzen, die Hundebesitzer feststellen, weil der Hund auf Berührungen des Rückens empfindlich reagiert und auch bei Bewegungen offenkundig unter Schmerzen leidet. Wie stark diese auftreten, hängt vom Krankheitsstadium ab.

Der Hund könnte bei einer Berührung nur leicht zucken, er könnte Laute von sich geben oder gar Aggressionen zeigen.

Wenn Nervenstränge beeinträchtigt sind, führt die Spondylose beim Hund zu Lähmungserscheinungen. Auch am Vermeiden bestimmter Bewegungen, einem ungewohnten Gangbild, Problemen beim Hinlegen und Aufstehen, längerem Liegen des Hundes, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit lässt sich eine Spondylose erkennen. Sollten Hundebesitzer diese Spondylose Symptome feststellen, werden sie mit dem Hund zum Tierarzt gehen.

Ursachen der Spondylose beim Hund

Ursächlich sind Degenerationen in der Wirbelsäule des Hundes, die durch Faktoren wie das Alter, die Rasse, die Statur und die körperliche Aktivität beeinflusst werden. Allerdings gibt es eine genetische Disposition für diese Erkrankung. In der Wirbelsäule bilden sich knöcherne Randzacken (sogenannte Brücken) an den Wirbelkörpern. Häufig sind auch die Bandscheiben und die Gelenke der Zwischenwirbel entzündet. Das führt bei Bewegungen zu den typischen Schmerzen.

Diagnose der Spondylose durch den Tierarzt

Im Rahmen der allgemeinen Anamnese nimmt der Tierarzt alle Beobachtungen des Halters zu den Symptomen auf. Dann tastet er den Hund ab und untersucht dessen Bewegungen. Für eine endgültige Diagnose sind ein Röntgen und/oder CT erforderlich.

Verlauf einer Spondylose beim Hund

Die Erkrankung selbst schreitet unbehandelt durch die degenerativen Prozesse in der Wirbelsäule fort. Auch eine Behandlung kann sie nicht gänzlich aufhalten. Typischerweise treten aber die Symptome schubweise auf. Zwischen den Schüben kann das Tier gänzlich symptomfrei und agil sein.

Die Schübe selbst können unter Umständen sehr schmerzhaft sein und vom Klima abhängen.

Besonders bei nasskaltem Wetter sind sie zu beobachten – so ähnlich wie Rheuma beim Menschen. Da die Verknöcherung fortschreitet, kann jeder Schub etwas heftiger als der vorhergehende ausfallen. Dennoch kann der Hund mit seiner Spondylose einigermaßen gut leben, wenn nicht extreme Nervenquetschungen mit Lähmungserscheinungen auftreten.

Spondylose beim Hund behandeln

Generell lässt sich die Krankheit nicht heilen. Wenn Tierärzte eine Spondylose behandeln, setzen sie auf eine Linderung der Symptome und den Erhalt der Bewegungsfähigkeit. Zudem müssen sie während der akuten Schübe eingreifen. Hilfe bieten dann entzündungshemmende Schmerzmittel.

Auf Dauer lässt sich die Spondylose behandeln, indem der Hund Kortison und Traumeel erhält, um die Entzündungsprozesse zu bremsen und Schmerzschübe einzudämmen.

In der beschwerdefreien Zeit – meist im Frühjahr und Sommer – soll sich das Tier durchaus bewegen, aber nicht zu stark belasten. Kuren mit Teufelskralle und Grünlippmuschel versprechen mittelfristige Linderung.

Spondylose beim Hund: Hilfe für den Alltag

  • #1 Sprünge vermeiden: Hunde springen gern, so etwa ins Auto oder beim Spielen im Wald. Doch diese Sprünge muss das Tier bei diesem Krankheitsbild tunlichst vermeiden, weil sie das Skelett ruckartig belasten. Der Hund muss natürlich an die ruhigeren, gleichmäßigeren Bewegungen gewöhnt werden.
  • #2 Übergewicht vermeiden: Das Skelett wird auch durch Übergewicht belastet. Eine ausgewogene Ernährung und eine angemessene, wenn auch ruhige Bewegung unterbinden die starke Gewichtszunahme.
  • #3 Entlastung durch gesundes Liegen: Es gibt orthopädische Hundebetten, die unter anderem bei Arthrose empfohlen werden. Bei der Spondylose sind sie ebenfalls sehr hilfreich, weil sie die Gelenke und Knochen beim Liegen entlasten.
  • #4 Auskühlung vermeiden: Besonders bei Spaziergängen im Herbst und Winter kühlt der Hund schnell aus, was für eine Spondylose immer schädlich ist. Ein Hundemantel ist gegen die Kälte sehr hilfreich, er hält gerade den gefährdeten Rücken warm.
  • #5 Schlafplatz warmhalten: Unterschätzt wird bei Spondylose die Bedeutung eines warmen Schlafplatzes. Normalerweise schlafen Hunde eher bei leicht kühleren Temperaturen, doch nun braucht der Vierbeiner auch nachts genug Wärme.
  • #6 Training maßvoll gestalten: Der Hund muss sich zweifellos weiter bewegen, doch er benötigt nun Trainingsformen, die ihn maßvoll fordern und dennoch für ihn spannend und interessant bleiben. Zu vermeiden sind alle Trainingsformen, die zu ruckartigen Bewegungen führen. Dazu gehört leider auch das Ballspielen, das Hunde in jedem Alter sehr mögen.
  • #7 Treppenaufgang unterstützen: Wenn die Spondylose fortgeschritten ist, kommt der Vierbeiner nur noch schwer die Treppe hinauf. Er benötigt nun Unterstützung und muss im Extremfall sogar getragen werden. Darauf müssen sich Besitzer irgendwann einstellen.
  • #8 Hundephysiotherapie: Wie für Menschen gibt es auch für Hunde eine Physiotherapie, die in der Regel bei diesem Krankheitsbild ein Wassertraining enthält. Dieses entlastet das Skelett sehr. Das Tier bewegt sich dabei meistens auf einem Unterwasserlaufband und schwimmt therapeutisch begleitet, was dem Aufbau der Muskulatur dient. Diese kann wiederum das Skelett unterstützen.
  • #9 Nahrungsergänzung und Medikation: Die oben schon genannten Mittel – einige gehören zur Homöopathie – haben sich bei Spondylose wirklich bewährt. Zu nennen wäre vielleicht noch Triflexan, das Grünlippmuschel, Vitamin C, Teufelskralle und Spurenelemente enthält.
  • #10 Hund darf auf das Sofa – aber ohne Sprung: Das leidende Tier lassen wir gern neben uns auf dem Sofa liegen. Doch wir müssen bei Spondylose stets daran denken, dass der Hund weder hinauf- noch hinabspringen darf. Das ist ein Reflex von ihm, den wir ihm abtrainieren müssen.

Fazit zur Spondylose beim Hund

Die Krankheit lässt sich leider nicht von vornherein vermeiden und auch nicht austherapieren, doch sie lässt sich lindern. Hunde und ihre Besitzer können sich durchaus damit arrangieren. Ein rechtzeitiger Besuch beim Tierarzt ist immer zu empfehlen.


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