Leinenführigkeit beim Hund

Jeder Hundebesitzer kennt das Problem mit der Leinenführigkeit beim Hund. In den meisten Fällen ist die Leine dauerhaft gespannt, weil der Hund ohne Ende daran zieht. Auf diese Weise ist kein entspannter Spaziergang möglich. Die gute Nachricht lautet: Man kann die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren.

Eine französische Bulldogge läuft brav an der Leine

Überblick

  1. Was ist eigentlich Leinenführigkeit beim Hund?
  2. Die Voraussetzungen
  3. Mehode 1
  4. Methode 2
  5. Methode 3
  6. Fazit

Leinenführigkeit beim Hund trainieren: 3 Möglichkeiten

Wir wollen nachfolgend 3 Möglichkeiten zeigen, wie sich die Leinenführigkeit beim Hund verbessern lässt. Es gibt jedoch noch viele weitere Möglichkeiten. Eine exakte Trainingsanleitung liefern wir nicht, sondern nur Hinweise, welche Wege zu einer besseren Leinenführigkeit beim Hund führen können.

Hundebesitzer finden in der Regel für sich und ihren Vierbeiner die richtige Variante heraus. Dabei sind beide Parteien gleichermaßen gefragt.

Eine schlechte Leinenführigkeit beim Hund muss nämlich nicht immer nur vom Vierbeiner abhängen. Hundebesitzer können selbst viel falsch machen, indem sie zum Beispiel selbst zu stark an der Leine ziehen – in der Regel unbewusst. Der Hund merkt das aber und zieht dann selbst unbewusst in die Gegenrichtung, um seinen Auslauf zu verteidigen.

Was ist die Leinenführigkeit beim Hund?

Sie unterscheiden sich vom Laufen „bei Fuß“. Dieses bedeutet, dass der Hund ohne oder bei lockerer Leine neben dem Hundeführer läuft. Er soll dabei eine bestimmte Position einnehmen. Dies muss man bekanntermaßen ebenso wie die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren. Bei jener wiederum läuft der Hund auf jeden Fall an der lockeren Leine, muss aber nicht direkt neben dem Besitzer laufen, sondern kann sich vor, hinter und neben diesem bewegen.

Diese Definition der Leinenführigkeit beim Hund wird allgemein vertreten, jedoch lässt sich diese auch weiter oder enger auslegen.

Gerade wer die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren will, muss sich anfangs auf eine großzügigere Auslegung einlassen, weil dieses Training kleinschrittig erfolgt. Unter anderem muss der Hund lernen, welcher Radius der Leine ihm eigentlich zur Verfügung steht. Idealerweise lässt sich mit einem anfangs immer gleichen Radius am besten die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren. Diesen Radius zu variieren und dennoch die Leinenführigkeit beim Hund zu bewahren ist etwas für fortgeschrittene Hundeführer und ihre Vierbeiner. Entscheidend für die Leinenführigkeit beim Hund ist immer die Verbindung zum Menschen. Diese soll nicht allein durch die Leine erzwungen werden. Der Hund muss zum Menschen einen echten Kontakt halten, also ansprechbar bleiben.

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Voraussetzungen für eine Leinenführigkeit beim Hund

Um die Leinenführigkeit beim Hund trainieren zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein:

  • #1 Der Hund reagiert auf die Ansprache mit seinem Namen. Er schaut dann zum Besitzer oder zeigt zumindest durch eine körperliche Reaktion wie Hinsetzen, dass er die Ansprache verstanden hat.
  • #2 Der Hund ist imstande, eine gewisse Übungszeit durchzuhalten. Dazu muss er ein bestimmtes Alter erreicht haben. Der Besitzer muss diese Dauer richtig einschätzen können, wenn er die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren möchte.
  • #3 Herrchen und Hund müssen gemeinsam die richtige Methode gefunden haben. Jede Hunderasse reagiert anders, jeder Hund ist ebenfalls ein Individuum, jünger oder älter, weiblich oder männlich, eher dominant oder eher folgsam. Daher funktioniert das Schema F leider nur schlecht, wenn Hundeführer die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren. Das Entwickeln der richtigen Methode für die Leinenführigkeit beim Hund kann eine Weile dauern.

Kommen wir nun zu den 3 Methoden, mit denen sich eine Leinenführigkeit beim Hund erreichen lässt.

Methode 1 für die Leinenführigkeit beim Hund: permanentes Füttern

Man kann die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren, indem man ihn permanent dort füttert, wo er exakt laufen soll. Er wird durch das Futter an die Stelle gelockt. Dauerhaftigkeit stärkt den Trainingserfolg. Der Hundeführer nimmt Futter in seine Hand, das er dem Hund ständig vor die Nase hält. Dieser „dockt an“, wodurch er in die gewünschte Position zu führen ist.

Wenn der Hund dieses Signal verstanden hat, kann der Hundeführer das Signal abschwächen.

Er entfernt die „Futterhand“ allmählich von der Hundenase. Dieser Vorgang muss kleinschrittig erfolgen. Der Hundeführer sollte den Abstand zwischen seiner Hand und der Hundenase stetig vergrößern, bis sich in der Hand kein Futter mehr befindet (das der Hund riecht) und der Arm locker herabhängt. Der Hund sollte nun trotzdem leinenführig laufen. Der Abbau der Futterhand lässt sich durch verbale Signale unterstützen.

Methode 2: Hundeführer bleibt stehen

Eine weitere Methode, um die Leinenführigkeit beim Hund zu trainieren, ist der Stillstand des Hundeführers, wenn der Hund an der Leine zieht. Der Hund lernt dieses Signal natürlich recht schnell, soll aber nicht erst durch den festen Druck des Halsbandes zum Stillstand gezwungen werden. Besser ist es für eine gut trainierte Leinenführigkeit beim Hund, wenn der Hundeführer schon steht, sobald ihn der Hund überholt.

Zunächst reagiert der Hund darauf natürlich nicht, er läuft weiter. Jedoch merkt er schon nach kurzer Zeit, wie unangenehm der Zug der gespannten Leine auf sein Halsband wirkt.

Wichtig ist bei dieser Methode, dass kein Hundeführer jemals mit Gewalt die Leinenführigkeit beim Hund trainieren sollte. Das bedingt, nicht bei einem hastig ins Gelände rennenden Hund stehen zu bleiben. Der Ruck an der Leine wäre für den Hund eine reine Schikane, die er nicht erlernen möchte. Besser ist es, mit dieser Methode bei ruhigem Gehen die Leinenführigkeit mit dem Hund zu trainieren und ihn durch ein Kommando auf das Stehenbleiben vorzubereiten. Auch darf der Hundeführer niemals selbst an der Leine ziehen. Er muss einfach stehen bleiben. Diese Methode erfordert viel Konsequenz.

Methode 3 für die Leinenführigkeit beim Hund: Richtungswechsel

Auch durch einen Richtungswechsel lässt sich die Leinenführigkeit beim Hund erreichen. Der Mensch wechselt seine Laufrichtung immer dann, wenn der Hund ihn beim Vorwärtslauf überholt und die Leine sich allmählich spannt. Der Hund darf wiederum nicht gezerrt werden. Der Hundeführer muss nun darauf achten, dass sich das Tier nicht in der Leine verheddert. Das gelingt am besten, indem der Hundeführer um den Hund herum läuft.

Diese Trainingsmethode für die Leinenführigkeit beim Hund hat den Vorteil, dass ein intelligenter Hund gleichzeitig sein Orientierungsvermögen schärft und künftig darauf achtet, wohin sein Mensch läuft.

Diese Fähigkeit ist natürlich äußerst wertvoll, wenn man die Leinenführigkeit beim Hund trainieren möchte. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es keinerlei Ruck oder Zug am Halsband geben muss, damit sich endlich die Leinenführigkeit beim Hund einstellt. Ein Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass gerade sehr junge, spontane Hunde nur selten gelehrig genug sind, um dieses Signal schnell zu verstehen. Doch gerade in jungen Jahren wollen wir ja die Leinenführigkeit beim Hund erreichen.

Fazit zur Leinenführigkeit beim Hund

Man kann sehr gut die Leinenführigkeit mit dem Hund trainieren. Wichtig zu wissen ist aber, dass es sich um ein recht schwieriges Training im Vergleich zu anderen Kommandos handelt. „Platz!“, „Sitz!“, „Rolle!“ und „bei Fuß!“ lernt der Hund deutlich schneller. Das liegt an seinem geringer ausgeprägten Abstraktionsvermögen.

Schließlich muss er den Zusammenhang zwischen lockerer oder straff gespannter Leine, dem Verhalten des Hundeführers und den Erwartungen an sein persönliches Laufverhalten erst einmal erlernen. Das könnte sogar für ein kleineres Kind schwierig sein.

Dennoch können Hundebesitzer mit verschiedenen Methoden – es gibt noch mehr als die hier vorgestellten – die Leinenführigkeit beim Hund trainieren.

Du musst allerdings an die gegensätzliche Position von Frau/Herr und Hund zur Leine denken: Für den Menschen bedeutet diese die Kontrolle über den Hund, für den Hund hingegen genau das Gegenteil, nämlich einen Kontrollverlust. Dieser zumindest latente Frust des Hundes, der wiederum bei einzelnen Rassen und Tieren unterschiedlich ausgeprägt ist, lässt sich aber durch Belohnungen und etwas Spaß überwinden. Damit lässt sich noch am leichtesten die Leinenführigkeit beim Hund erreichen.


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