Hundepubertät: Wie man mit einem pubertierenden Hund umgeht

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Autor: Stela E. Seemann

Hundeernährungsberaterin

In diesem Blogartikel dreht sich alles um das spannende Thema "Hundepubertät". Wir geben dir einen ausführlichen Einblick in den Verlauf der Pubertät bei Hunden, zeigen dir, wann diese einsetzt und wie du am besten mit einem pubertierenden Hund umgehst. Zudem beantworten wir die fünf häufigsten Fragen rund um das Thema und geben dir hilfreiche Übungen an die Hand, mit denen du deinen Hund während dieser Zeit unterstützen kannst. Neugierig geworden? Dann lies weiter und erfahre alles Wissenswerte über die Pubertät bei Hunden!

Inhaltsverzeichnis

  1. Verlauf der Pubertät bei Hunden
  2. Wann setzt die Pubertät bei Hunden ein?
  3. Tipps für den Umgang mit einem pubertierenden Hund
  4. Die 5 häufigsten Fragen zur Hundepubertät
  5. Hilfreiche Übungen für Hunde in der Pubertät
  6. Fazit

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Was passiert während der Pubertät bei Hunden

Während der Pubertät bei Hunden kommt es zu einer Vielzahl von körperlichen, hormonellen und verhaltensbedingten Veränderungen. Diese Phase markiert den Übergang vom Welpen- zum Erwachsenenalter und ist geprägt von der Entwicklung der Geschlechtsreife. In dieser Zeit steigt die Produktion von Sexualhormonen wie Östrogen bei Hündinnen und Testosteron bei Rüden an, was zu körperlichen Veränderungen wie dem ersten Läufigkeitszyklus bei Hündinnen und der Bildung von Samenzellen bei Rüden führt.

Die hormonellen Schwankungen können auch das Verhalten der Hunde beeinflussen. So können Hunde in der Pubertät störrisch, eigensinnig oder rebellisch wirken, wobei sie häufig ihre Grenzen austesten und versuchen, ihren Platz in der sozialen Hierarchie zu finden. Dies kann sich in Ungehorsam, Dominanzverhalten oder vermehrter Ablenkbarkeit äußern. Darüber hinaus sind Hunde in der Pubertät anfälliger für Ängste und Stress, da sie aufgrund der hormonellen Umstellung empfindlicher auf Umweltreize reagieren. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Veränderungen normal und vorübergehend sind und dass sie mit der richtigen Unterstützung, Geduld und Erziehung bewältigt werden können.

Verlauf der Pubertät bei Hunden

Die Pubertät bei Hunden ist eine Phase der körperlichen und geistigen Entwicklung, in der das Tier seine Geschlechtsreife erreicht. Während dieser Zeit durchlaufen Hunde zahlreiche hormonelle Veränderungen, die sich auch auf ihr Verhalten auswirken können. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hunde in der Pubertät störrischer oder eigenständiger wirken und möglicherweise auch gegenüber ihren Besitzern dominanter auftreten. Die gute Nachricht ist, dass diese Phase vorübergehend ist und mit der richtigen Unterstützung und Geduld gut bewältigt werden kann.

Wann setzt die Pubertät bei Hunden ein?

Die Pubertät bei Hunden setzt in der Regel zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat ein, wobei es je nach Rasse und Geschlecht zu Unterschieden kommen kann. Kleinere Hunderassen erreichen ihre Geschlechtsreife in der Regel früher als größere Rassen. Bei Rüden setzt die Pubertät meist etwas später ein als bei Hündinnen.

Tipps für den Umgang mit einem pubertierenden Hund

Der Umgang mit einem pubertierenden Hund erfordert Geduld, Verständnis und Konsequenz. Hier sind einige Tipps, die dir dabei helfen können:

  • Bleibe konsequent in deiner Erziehung und setze klare Regeln und Grenzen.
  • Gib deinem Hund weiterhin viel Aufmerksamkeit und Zuneigung, um die Bindung zwischen euch zu stärken.
  • Übe geduldig mit deinem Hund, auch wenn er möglicherweise manchmal stur oder ungehorsam erscheint.
  • Vermeide es, deinen Hund zu überfordern, und gib ihm genügend Raum für Ruhe und Entspannung.
  • Suche den Austausch mit anderen Hundehaltern oder ziehe einen Hundetrainer zurate, um den Umgang mit deinem pubertierenden Hund zu optimieren.

Die 5 häufigsten Fragen zur Hundepubertät

  1. Wie lange dauert die Pubertät bei Hunden? Die Dauer der Pubertät bei Hunden variiert je nach Rasse und Geschlecht, im Durchschnitt dauert sie jedoch etwa 6 bis 12 Monate. Größere Rassen, wie Bernhardiner oder Deutsche Doggen, benötigen in der Regel länger, um die Pubertät abzuschließen, während kleinere Rassen wie Chihuahuas oder Dackel schneller geschlechtsreif werden. Es ist wichtig zu beachten, dass es individuelle Unterschiede geben kann und der Verlauf der Pubertät auch von genetischen Faktoren, Ernährung und Umweltbedingungen beeinflusst wird.
  2. Ist die Pubertät bei Hunden mit Stimmungsschwankungen verbunden? Ja, während der Pubertät können Hunde aufgrund der hormonellen Veränderungen Stimmungsschwankungen, gesteigerte Ängstlichkeit oder Aggressivität zeigen. Diese Verhaltensänderungen sind auf den Anstieg von Sexualhormonen wie Östrogen und Testosteron zurückzuführen, die das Nervensystem und das Gehirn beeinflussen. Es ist entscheidend, in dieser Phase besonders einfühlsam und verständnisvoll zu sein, um deinem Hund Sicherheit und Unterstützung zu bieten. Zudem sollte man auf eine angemessene Sozialisierung achten und möglichen Stressoren entgegenwirken.
  3. Warum hört mein Hund plötzlich nicht mehr auf mich? In der Pubertät testen Hunde oft ihre Grenzen aus und versuchen, ihre Position in der sozialen Hierarchie zu finden. Dies kann dazu führen, dass sie vorübergehend weniger auf ihre Besitzer hören und widerspenstiger werden. Diese Phase ist vergleichbar mit der Adoleszenz bei Menschen, in der Jugendliche ebenfalls ihre Unabhängigkeit und Identität suchen. Um dein Hund in dieser Zeit optimal zu unterstützen, ist es wichtig, konsequent und geduldig in der Erziehung zu bleiben, klare Regeln und Grenzen zu setzen und positive Verstärkung zu nutzen, um erwünschtes Verhalten zu fördern.
  4. Müssen Hunde kastriert oder sterilisiert werden, um die Pubertät besser zu bewältigen? Eine Kastration oder Sterilisation kann in manchen Fällen dazu beitragen, unerwünschte Verhaltensweisen in der Pubertät zu reduzieren, wie Markieren, Aggressivität oder sexuell motiviertes Verhalten. Allerdings sollte dieser Eingriff gut überlegt und im Einzelfall mit einem Tierarzt besprochen werden, da er auch mögliche gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Alternativ können auch chemische Kastrationen oder Verhaltensänderungen durch Training und Erziehung in Erwägung gezogen werden.
  5. Wie kann ich meinem Hund bei der Bewältigung der Pubertät helfen? Durch konsequente Erziehung, ausreichend Beschäftigung und Geduld kannst du deinem Hund dabei helfen, die Pubertät gut zu bewältigen. Zudem können Übungen zur Stärkung der Bindung und des Vertrauens zwischen dir und deinem Hund hilfreich sein. Hier sind einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst:
    • Arbeite regelmäßig an der Erziehung und achte darauf, klare Grenzen zu setzen und erwünschtes Verhalten positiv zu verstärken.
    • Sorge für eine angemessene körperliche und geistige Auslastung deines Hundes, zum Beispiel durch Spaziergänge, Agility-Training oder Intelligenzspielzeug.
    • Investiere Zeit in die Stärkung der Bindung zu deinem Hund durch gemeinsame Aktivitäten, Kuscheln oder das Erlernen neuer Tricks.
    • Achte auf die Körpersprache deines Hundes, um seine Bedürfnisse und Gefühle besser zu verstehen und angemessen darauf eingehen zu können.
    • Suche den Austausch mit anderen Hundehaltern oder ziehe einen professionellen Hundetrainer zurate, um Unterstützung und Ratschläge im Umgang mit deinem pubertierenden Hund zu erhalten.
    Indem du deinen Hund während der Pubertät aktiv unterstützt und an eurer Beziehung arbeitest, könnt ihr gemeinsam diese herausfordernde Phase meistern und eure Bindung vertiefen.

Hilfreiche Übungen für Hunde in der Pubertät

Während der Pubertät ist es besonders wichtig, deinen Hund sowohl körperlich als auch geistig auszulasten. Hier sind einige Übungen, die du mit deinem Hund während dieser Zeit durchführen kannst:

  • Bindungsübungen: Übungen wie gemeinsames Spielen, Kuscheln oder das Erlernen von Tricks können die Bindung zwischen dir und deinem Hund stärken und Vertrauen aufbauen.
  • Gehorsamsübungen: Regelmäßiges Training von Grundkommandos wie "Sitz", "Platz", "Hier" und "Bleib" hilft deinem Hund, die Erziehung trotz Pubertät aufrechtzuerhalten und fördert seine geistige Auslastung.
  • Nasenarbeit: Fördere den Geruchssinn deines Hundes durch Such- und Schnüffelspiele, zum Beispiel, indem du Leckerlis im Haus oder Garten versteckst und ihn diese suchen lässt. Das hält deinen Hund geistig beschäftigt und stärkt sein Selbstvertrauen.
  • Sozialisation: Ermögliche deinem Hund, weiterhin regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen zu haben, um seine sozialen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und auszubauen.
  • Entspannungsübungen: Zeige deinem Hund, wie er sich in stressigen Situationen entspannen kann, beispielsweise durch Massagen, Körperkontakt oder das Anbieten eines ruhigen Rückzugsortes.

Fazit

Die Pubertät bei Hunden ist eine herausfordernde, aber auch spannende Phase in der Entwicklung deines Vierbeiners. Mit Geduld, Verständnis und konsequenter Erziehung kannst du deinem Hund dabei helfen, diese Zeit gut zu bewältigen. Nutze die hier vorgestellten Tipps und Übungen, um deinen Hund während der Pubertät bestmöglich zu unterstützen und eure Bindung zu stärken. Und denke daran: Die Pubertät ist nur eine vorübergehende Phase, und mit der richtigen Unterstützung wird dein Hund auch diese Zeit meistern und zu einem ausgeglichenen und gehorsamen erwachsenen Hund heranwachsen.